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Point Alpha Stiftung restauriert ehemaligen Führungsturm der DDR-Grenzer

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Fotos: Hartmut Zimmermann
Fotos: Hartmut Zimmermann

Geisa - Die Point Alpha Stiftung hat am Montag zu einem Pressegespräch nach Geisa eingeladen. Anlass ist die Rekonstruktion des Wiesenfelder Turms, einer ehemaligen Führungsstelle der DDR-Grenztruppen. Die Eröffnung für Besucher ist für das Frühjahr 2017 geplant. Rund 17.000 Euro kostet das Vorhaben.

Lesen Sie nachfolgend eine Pressemitteilung der Point Alpha Stiftung im Wortlaut:

Das Projekt wird vom Förderverein Point Alpha, der Firma Federn-Oßwald Fahrzeugteile & Technischer Handel sowie Manfred Lindig aus Eisenach unterstützt. Stiftungsdirektorin Ricarda Steinbach, Raymond Walk, CDU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Fördervereins Point Alpha, und Peter Wellach, Geschäftsführer des Planungsbüros beier+wellach projekte, gaben bei einem Besuch der Gedenkstätte Auskunft über die geplanten Restaurationsarbeiten und die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten der Anlage.

Der aus den Jahren 1974/75 stammende Turm bei Wiesenfeld (Geisa) war Bestandteil der DDR-Grenzsicherungsanlagen und diente der Grenzkompanie Geisa als Führungsstelle. Der Turm hat drei Stockwerke plus Keller und Dachplattform. Er ist zwölf Meter hoch. Eine sechsköpfige Besatzung kontrollierte von hier 15 Kilometer DDR-Grenze zu Westdeutschland.

Nationale Relevanz bekam der Grenzabschnitt, als 1962 in unmittelbarer Nähe des Turmes der Hauptmann der DDR-Grenztruppen Rudi Arnstadt bei einem Zwischenfall mit Angehörigen des Bundesgrenzschutzes ums Leben kam.

Der Turm soll vorrangig für Besuchergruppen geöffnet werden. Gemeinsam mit einem Gästebegleiter können die Besucher den Turm im Rahmen einer Sonderführung besichtigen. Dazu sollen die Innenräume mit Ausstellungselementen (Grafiken, Texten, Fotos und weiteren Medien) sowie mit Originalausstattungen ausgestaltet werden.

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