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„Es ist prekär“: Eintracht Frankfurt nach 1:3 in Köln auf Platz 15 ab

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Frankurt - n der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga wird es immer spannender. Nach Hannover, Hoffenheim und Bremen gehört nach dem 1:3 in Köln auch Eintracht Frankfurt zu den gefährdeten Clubs. Dagegen verhinderte der HSV den Absturz in die Gefahrenzone.

Von Andreas Schirmer, dpa

Im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga schlägt die Stunde der Hoffnungsträger, Kämpfer und Retter. Unfreiwillig früh musste Julian Nagelsmann bei 1899 Hoffenheim die Rolle des Helfers in der Not übernehmen. Beim 1:1 in Bremen feierte der mit 28 Jahren jüngste Bundesliga-Coach einen Teilerfolg. Vor den letzten 13 Spielen der Fußball-Bundesliga kann man bei Hannover 96 nur mit viel Optimismus auf den Klassenverbleib hoffen.

Nach dem 0:1 beim BVB sind die Niedersachsen Abstiegskandidat Nummer eins. In akuter Gefahr schwebt nach dem 1:3 in Köln auch Eintracht Frankfurt – und das mit einer bewährten Führungskraft. Nach einem überzeugenden Saisonstart gab es für das Team von Trainer Armin Veh eine Talfahrt bis Rang 15. „Es ist prekär“, stellte Vorstandschef Heribert Bruchhagen niedergeschlagen nach dem 1:3 beim 1. FC Köln fest.

„Es wird immer gefährlicher. Wir müssen punkten, sonst wird es eng“, meinte Torjäger Alexander Meier. Lesen Sie hier mehr: Nur Meier trifft beim Frankfurter 1:3 in Köln: Eintracht nun richtig drin im Abstiegskampf.

Siebte Niederlage in Folge für Hannover

Hoffenheims Debütant Nagelsmann blieb bei seiner Premiere hingegen ganz cool. „Ich war nicht übernervös. Nicht nervöser als bei einem U19-Spiel“, meinte der Nachfolger von Huub Stevens, der aus gesundheitlichen Gründen vier Tage zuvor zurückgetreten war. Viel Zeit blieb ihm nicht – aber er nutzte sie.

Mit seinem selten angewandten 3-4-1-2-System überraschte er Werder und bekam Lob vom Bremer Trainer Viktor Skripnik: „Er hat alles richtig gemacht. Für mich war das schlecht.“ Die Hanseaten bleiben nach dem Remis mit fünf Punkten Vorsprung auf Hoffenheim und vor Hannover (-6 Punkte) auf den Relegationsplatz 15.

Die Hannoveraner hatten auf die Erfahrung von Thomas Schaaf gesetzt. Der 55-Jährige kam in der Winterpause an die Leine, kann seitdem aber nichts Zählbares vorweisen: Nach der siebten Niederlage der 96er in Serie und der vierten unter seiner Ägide scheint der Abstieg kaum vermeidbar. Da hilft nicht, dass das 0:1 beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund kein Untergang war. «Wir machen weiter. Es war heute ein entscheidender Schritt», hofft Schaaf weiter.

Stuttgarts fünfter Sieg in Serie

Für den BVB war es ein zäher, aber wichtiger Erfolg. Der Vorsprung auf den dritten Platz beträgt schon 13 Punkte. Auf Champions-League-Kurs liegt Bayer Leverkusen, das sich mit einem 2:1-Kraftakt bei Darmstadt 98 für den Pokal-K.o. gegen Bremen rehabilitierte und gestärkt zum Europa-League-Spiel zu Sporting Lissabon reisen kann. Trotz der ersten 0:2-Niederlage beim VfB Stuttgart kann Hertha BSC weiter auf Europa hoffen.

Dagegen rutschte Mönchengladbach vorerst aus den Europacup-Plätzen. Beim 2:3 (1:2) in Hamburg musste das Team von Trainer André Schubert die bereits dritte Niederlage in der Rückrunde hinnehmen. Dank des Eigentores von Martin Hinteregger (38.) sowie der Treffer von Artjoms Rudnevs (41.) und Ivo Ilicevic (80.) verhinderte der HSV den Absturz in die Tabellen-Gefahrenzone.

Die Stuttgarter zeigten mit dem fünften Sieg in Serie, was ein Personalwechsel bewirken kann. Unter der Regie des seit November angestellten Trainers Jürgen Kramny wandelten sich die Schwaben vom Abstiegskandidaten zur erfolgreichsten Mannschaft der Rückrunde. „Sieben Punkte am Stück – das ist eine gute Quote“, meinte Kramny, der aber keine Gedanken Richtung Europa-League-Ränge verschwendet: „Wir brauchen nicht über neue Ziele reden.“

Wölfe gewinnen wieder

Beendet hat der VfL Wolfsburg mit einem 2:0 gegen den FC Ingolstadt nach sieben sieglosen Spielen seine Krise. Chefcoach Dieter Hecking, 2015 Trainer des Jahres, hatte zuletzt schon der Rückendeckung von Manager Klaus Allofs bedurft, konnte zwar aufatmen, war aber alles andere als zufrieden: „Fußballerisch war das nicht gut. Wir müssen besser werden.“

Schließlich liegt der Vizemeister und Pokalsieger noch fünf Punkte vom vierten Champions-League-Platz entfernt. „Die Erleichterung ist groß“, meinte Allofs und erhielt am Ende auch Zustimmung von einem doch noch lächelnden Hecking: „Gewonnen. Das ist, was zählt im Fußball.“

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