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Rekord-Anstieg bei Zahl der corona-infizierten Toten in Hessen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Wiesbaden/Region - Das Hessische Sozialministerium hat einen Überblick über die Anzahl der freien Betten in den Krankenhäuser gegeben. Außerdem gilt seit 1. April die systematische Erfassung von Beatmungsgeräten. Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region stieg weiter (leicht) an. Bei der Zahl der corona-infizierten Toten in Hessen gab es einen Rekord-Anstieg.

Die Möglichkeiten zur Beatmung seien in den letzten Tagen massiv ausgeweitet worden. Statt rund 1200 Betten mit Beatmung stünden jetzt fast 1900 Betten mit Beatmung zur Verfügung. Auch die Zahl der überwachten Betten seien erheblich angestiegen. Statt 860 stünden jetzt fast 1100 überwachte Intensivbetten zur Verfügung.

Meldepflicht für Beatmungsgeräte

Sollte das Beschaffungsprogramm für Beatmungsgeräte des Sozialministeriums greifen, könnten die Krankenhäuser weitere 380 Beatmungsgeräte einkaufen. Außerdem wurde am Mittwoch bekannt, dass nun eine Meldepflicht für Beatmungsgeräte in Hessen erlassen wurde.

Alle Einrichtungen seien verpflichtet ihren Bestand an Beatmungsgeräten den Gesundheitsbehörden zu melden. Diese Meldepflicht bestehe für Einrichtungen, nicht für Privathaushalte. Eine Übersicht der meldepflichtigen Einrichtungen ist samt Meldeformular unter www.soziales.hessen.de abrufbar.

Rekord-Anstieg bei corona-infizierten Toten

Unterdessen stieg die Zahl der Corona-Infizierten in der Region weiter leicht an. Im Landkreis Fulda wurdenam Mittwoch 163 Fälle gemeldet. Am Vortag waren es 155. Im Main-Kinzig-Kreis stieg die Zahl von 157 auf 169. In Hersfeld-Rotenburg sind nun 52 (42 Infizierte am Vortag) Personen erkrankt, im Vogelsbergkreis 58 (53).

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Toten stieg in Hessen allerdings so stark wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vortag kamen sieben Tote hinzu. Die Zahl der Todesfälle lag am Mittwoch (Stand 14 Uhr) bei 25, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl der Infizierten stieg auf 3582 an. Das war ein Plus von 281 im Vergleich zum Vortag.

Minister Klose: „Nicht in trügerischer Sicherheit wiegen“

Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne) sprach von einem Abflachen der Steigerungsrate bei den Ansteckungen pro Tag. „Das ist per se eine gute Botschaft, sollte uns aber nicht in trügerischer Sicherheit wiegen.“ Man müsse sich noch etwas Zeit nehmen, um zu sehen, inwieweit die Maßnahmen in Hessen wirklich wirkten.

Zur Aussagekraft der Zahlen des Landes erklärte der Minister, dass diese identisch mit den Angaben seien, die auch das Robert-Koch-Institut erhalte. Aufgrund der hohen Belastung der Gesundheitsämter vor Ort könne es dort aber zu Verzögerungen bei der Meldung von Fällen kommen. / sec, dpa, sar

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