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Selbstbewusste Eintracht will Mainz abhängen

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Fredi Bobic, neuer Sportvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG. / Foto: dpa
Fredi Bobic, neuer Sportvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG. / Foto: dpa

Frankfurt - Lange Zeit überraschten die Mainzer mit begeisterndem Fußball und geringem Etat. Just in dem Moment, in dem bei den 05ern etwas Alltag einkehrt, strebt die Eintracht wieder nach Europa. Das Kräftemessen am Dienstagabend ist auch eine Standortbestimmung im Rhein-Main-Gebiet.

Beim Duell zwischen Eintracht Frankfurt und dem FSV Mainz 05 spielt nicht nur die Vormachtstellung im Rhein-Main-Gebiet eine große Rolle, sondern auch die Sehnsucht nach Europa. Eines der beiden Teams mischte in den vergangenen Jahren recht oft um die Plätze fünf bis sieben mit. Vor dem Jahresabschluss mit dem direkten Aufeinandertreffen am Dienstag (20 Uhr) in Frankfurt scheint das in diesem Jahr wieder die Eintracht zu sein.

„Der Verein hat sich neu aufgestellt und absolut zur Ruhe gefunden“, erklärt der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder dem „Kicker“. Das Verhältnis zwischen Eintracht und FSV ist trotz der vorhandenen Rivalität von Respekt geprägt. Dennoch sorgte die kontinuierliche Entwicklung der 05er bei der Eintracht in den vergangenen Jahren für einige Sorgenfalten. „Der FSV ist von Jahr zu Jahr gewachsen, infrastrukturell, wirtschaftlich. In Frankfurt blieb alles gleich. Die Strukturen sind ein bisschen stehen geblieben“, sagt der neue Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic.

Bisher konnten vier international spielende Teams in Frankfurt nicht gewinnen

Mit ihm und Niko Kovac haben die Hessen seit der neuen Saison eine sportliche Führung, die die Mannschaft sinnvoll verstärkt und am Main ein funktionierendes Kollektiv gebildet hat. Heimsiege gegen Schalke, Dortmund und Leverkusen waren die Folge, selbst der FC Bayern kam über ein 2:2 in der Commmerzbank Arena nicht hinaus. „Bislang sind wir zu Hause sehr stark. Das will ich von meiner Mannschaft sehen, dass wir dominant sind und gewinnen“, kündigt Kovac an. Die Mainzer wären das fünfte international spielende Team, das in Frankfurt nicht gewinnt.

In der Tabelle ist die Eintracht, die den Vertrag mit Erfolgscoach Kovac jüngst bis 2019 verlängerte, wieder an den Mainzern vorbeigezogen. Diese Vormachtstellung wollen sie nun auch im direkten Duell untermauern. „Wir sind mit der Hinrunde zufrieden. Wenn wir gegen Mainz gewinnen, sind wir aber noch zufriedener“, sagt Kovac. Der Mainzer Sportchef Schröder traut der SGE eine Saison zu, wie sie die 05er im Vorjahr hatten: „50 Punkte, das hat in Mainz für die Europa League gereicht, sind ihnen zuzutrauen“, erklärt er.

Bei den Rheinhessen hat das Aufeinandertreffen große Bedeutung. Mit einem Sieg könnte man den Rückstand auf die Eintracht auf drei Punkte reduzieren. Zuletzt hatte Mainz beim 3:1-Sieg gegen Hamburg überzeugt. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe“, warnt Kovac. Der deutsch-kroatische Trainer urteilt, dass den Mainzern auch wegen ihrer Doppelbelastung mit der Europa League Punkte in der Bundesliga verloren gingen – ein Szenario, das im nächsten Jahr auch seiner Eintracht drohen könnte. / dpa

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