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SPD-Fraktion kritisiert Schießtraining der hessischen Polizei

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Wiesbaden - Alle Polizisten mit Dienstwaffe müssen deren Gebrauch regelmäßig üben. Um zum Schießstand zu kommen, fahren sie bis zu 70 Kilometer weit. Zu lang – kritisiert die Innen-Expertin der SPD, Nancy Faeser.

Das Schießtraining der hessischen Polizei ist nach Ansicht der SPD-Landtagsfraktion mangelhaft. Die Opposition kritisiert unter anderem zu lange Anfahrtswege, wie aus einer parlamentarischen Anfrage hervorgeht. Zudem fielen Einheiten kurzfristig aus. „Wir halten dies für nicht zumutbar“, sagte die innenpolitische Sprecherin Nancy Faeser der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Die SPD bezieht sich auf Beschwerden von Polizisten, die zu den Trainingsstätten bis zu 70 Kilometer weit fahren müssten. Das Innenministerium erklärte, die Wegstrecken seien wegen der Lage der Ausbildungszentren teilweise unvermeidbar. Zu spontanen Ausfällen nach technischen Problemen sei es im vergangenen Jahr in elf Fällen gekommen. „Elf Fälle sind elf zu viel“, entgegnete Faeser. Sie wolle das Thema gemeinsam mit den Gewerkschaften weiter verfolgen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht das Problem allerdings weniger dramatisch, wie der Landesvorsitzende Andreas Grün sagte. „Wir sind in Hessen ganz gut aufgestellt, der Betrieb läuft anständig ab“, sagte er. Es sei zwar wünschenswert, dass die Trainingszentren besser über die Landkarte hinweg verteilt wären, aber das sei finanziell schwer zu realisieren. „In Mittelhessen haben die Kollegen die Trainingsstätten quasi vor der Haustür“, erklärte Grün. / dpa

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