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Sperrung der Autobahn 3 wegen Suche nach Bomben

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Offenbach - Liegen noch Blindgänger unter der viel befahrenen Verkehrsader bei Offenbach? Fachleute machen sich auf die nächtliche Suche, Autofahrer müssen eine Umleitung in Kauf nehmen.

Die Autobahn Köln-Würzburg (A3) bei Offenbach sollte am Dienstagabend (23.00 Uhr) wegen der Suche nach Blindgängern in beide Richtungen gesperrt werden. Betroffen ist ein rund sechs Kilometer langer Abschnitt bis zur Anschlussstelle Obertshausen. Die Sperrung soll nach sechs Stunden - am Mittwochmorgen um 5 Uhr - wieder aufgehoben werden. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Die A 3 gehört zu den Hauptverkehrsadern in Deutschland. Der gesperrte Abschnitt liegt etwa zehn Kilometer östlich vom Frankfurter Flughafen, für den aber in der Zeit der Sperrung das Nachtflugverbot gilt. Tagsüber rollen bis zu 8000 Autos pro Stunde über die Autobahn, nachts sind es weniger als 1800, wie die Sprecherin des Straßen- und Verkehrsmanagements Hessen Mobil, Simone Reus, sagte. Nach der Sprengung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg vor rund fünf Wochen werden 50 Verdachtsstellen auf Blindgänger untersucht. Sollten die Fachleute in der Nacht zum Mittwoch nicht fertig werden, wird das Autobahnteilstück in der kommenden Nacht erneut gesperrt. Bei der Kontrolle wird zunächst der Asphalt an den Verdachtsstellen frei geschnitten und dann vorsichtig ausgehoben. Sollten Blindgänger gefunden werden, müssten sie entschärft werden. Eine Vollsperrung der Autobahn in beide Richtungen, um nach Blindgängern zu suchen, sei eine einmalige Sache, sagte Reus. Im August hatte jedoch eine Weltkriegs-Bombe an der Autobahn kontrolliert gesprengt werden müssen, nachdem eine Entschärfung misslang. Die Explosion riss einen großen Krater in die Fahrbahndecke. / dpa

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