Stadionverbot für Fußballfans, die Platz stürmten

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Offenbach - Das Relegationsrückspiel gegen den 1. FC Magdeburg am 31. Mai in Offenbach wurde in der 84. Minute für rund 17 Minuten unterbrochen, weil etwa 60 Zuschauer in den Innenraum eindrangen und das Spielfeld betraten sowie pyrotechnische Gegenstände zündeten. Auf die Verantwortlichen wartet nun ein Strafverfahren und bis zu zwei Jahre bundesweites Stadionverbot. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt, Zweigstelle Offenbach und das Polizeipräsidium Südosthessen erklären das in einer Pressemitteilung.

Im Rückblick auf das am 31. Mai stattgefundene Relegationsspiel zwischen den Offenbacher Kickers und dem 1. FC Magdeburg, sind die polizeilichen Ermittlungen weitestgehend abgeschlossen. An dem „Platzsturm“ kurz vor Ende des Spiels beteiligten sich 59 Personen, hiervon konnten mittlerweile 41 Personen identifiziert werden; alle erwartet eine Anzeige, zumindest wegen Hausfriedensbruchs.

Spürbar schwer wiegt jedoch auch der Umstand, dass gegen die ermittelten Beschuldigten nun ein bundesweites Stadionverbot zwischen ein und zwei Jahren verhängt werden dürfte. Auch hinsichtlich des beschädigten Zauns durch Magdeburger Anhänger laufen derzeit gemeinsam mit der Magdeburger Polizei noch die Ermittlungen; hier konnten bisher nicht alle Tatverdächtigen identifiziert werden.

Insgesamt wurden durch die Polizei 79 Strafanzeigen eingeleitet; die Delikte reichen von Hausfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bis zu Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und das Versammlungsgesetz. Während der Begegnung mussten 55 verletzte Personen verzeichnet werden.

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