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Ein Stückchen Normalität: Kleinere Läden öffnen wieder

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hessen - Mit kleinen Schritten will Hessen Stück für Stück zurück in mehr Normalität. Hessens Regierungschef Volker Bouffier kündigte am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder erste Maßnahmen an. Die strengen Kontaktbeschränkungen werden allerdings bis Anfang Mai verlängert.

Nach einem zuletzt moderaten Anstieg hat sich die Zahl der registrierten Coronavirus-Infektionen in Hessen wieder deutlicher erhöht: Bis Mittwoch wurde nach Angaben des Sozialministeriums eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei 6334 Menschen nachgewiesen, 155 mehr als am Vortag. Auch die Zahl der Todesfälle stieg deutlich um 27 auf 174, wie das Ministerium in Wiesbaden mitteilte. Von Ostermontag auf Dienstag war die Zahl der neu gemeldeten Infektionen nur um 86 gestiegen, davor um 90 Fälle. Es gab in Hessen aber bereits Tage, an denen über 200 Fälle gemeldet wurden.

Der Ansturm auf das Kurzarbeitergeld bei den hessischen Arbeitsagenturen hat sich verlangsamt. Allerdings meldeten auch in der vergangenen Woche noch rund 10.000 zusätzliche Betriebe ihre Beschäftigten zur Kurzarbeit an, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch in Frankfurt berichtete. Seit Beginn der Krise ist damit die Gesamtzahl der Anträge auf 62 000 gewachsen. Dahinter steckt mutmaßlich ein Vielfaches von Beschäftigten, die mit der Sozialleistung über die coronabedingte Zwangspause kommen sollen. Erfasst wurden Anträge bis einschließlich dem 10. April.

Flächendeckende Corona-Tests gefordert

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fordert die hessische Landesärztekammer möglichst flächendeckende Tests. Gerade die Beschäftigen in Unternehmen und die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sollten getestet werden, damit Infizierte umgehend entdeckt und isoliert werden können, erklärte Kammer-Präsident Edgar Pinkowski am Mittwoch in Frankfurt. „Nur so lässt sich die unkontrollierte Ausbreitung von Infektionen im Arbeitsleben und in Heimen stoppen.“ Dies sei umso notwendiger, wenn die derzeitigen Beschränkungen gelockert werden sollten. / akh

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