Das Unfallfahrzeug in Sachsenhausen erfasste zwei Passanten, die den Zusammenprall nicht überlebt haben.
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Das Unfallfahrzeug in Sachsenhausen erfasste zwei Passanten, die den Zusammenprall nicht überlebt haben.

Sachsenhausen

Unfall mit zwei Toten in Frankfurt: „Von inneren Stimmen gezwungen“

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Im Februar fährt ein Mann mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde über einen Fußgängerüberweg in Frankfurt und tötet zwei Menschen. Jetzt wird er verurteilt.

Frankfurt – Weil er einen schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten in Frankfurt*-Sachsenhausen verursacht hat, ist ein 39-Jähriger dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht worden. Die Richter des Landgerichts Frankfurt gingen am Montag (22.11.2021) nach Empfehlung eines Sachverständigen von fehlender Schuldfähigkeit aufgrund einer schizophrenen Erkrankung aus.

Der Mann war im Februar dieses Jahres mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde in Frankfurt-Sachsenhausen auf einen Fußgängerüberweg gerast und hatte dort zwei Passanten im Alter von 31 und 40 Jahren erfasst und tödlich verletzt. Zuvor hatte der Peugeot-Fahrer offenbar eine rote Ampel überfahren.

Tödlicher Unfall in Frankfurt-Sachsenhausen: Fahrer bereits seit Februar in Psychiatrie

Die Polizei Frankfurt wertete nach dem Unfall mehr als 60 Zeugenaussagen aus. Einige davon vermuteten nach der Tat, dass der Fahrer die Tat vorsätzlich begangen und extra vor der roten Ampel beschleunigt habe. Gegen ihn wurde anschließend wegen Verdachts des Totschlags in zwei Fällen und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt im Februar dieses Jahres mit.

Der damals 38-Jährige wurde bei dem tödlichen Unfall in Frankfurt-Sachsenhausen selbst schwer verletzt. Nach seiner Behandlung wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichts Frankfurt direkt in eine Psychiatrie eingewiesen. Der Autofahrer gab beim Prozess vor dem Landgericht Frankfurt an, von inneren Stimmen zu der schnellen Fahrt gezwungen worden zu sein. (iwe/dpa)

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