So knallhart die Investoren aus „Die Höhle der Löwen“ auch für einen Deal verhandeln - manchmal platzen die Absprachen nach Ende der Sendung.
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So knallhart die Investoren aus „Die Höhle der Löwen“ auch für einen Deal verhandeln - manchmal platzen die Absprachen nach Ende der Sendung.

Verhandlungen nach der Sendung

„Die Höhle der Löwen 2020“ (VOX): Enthüllt! In Staffel 8 sind diese Deals bereits geplatzt

  • Ann-Katrin Hahner
    vonAnn-Katrin Hahner
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Bei „Die Höhle der Löwen“ (VOX) gehört es schon fast zum guten Ton, dass in einer Folge abgeschlossene Deals im Nachhinein nach verhandelt werden. Manchmal kommt es aber auch vor, dass ein Deal in der Nachbesprechung noch platzt. Welche Deals in der achten Staffel doch nicht zustande gekommen sind, erfahren Sie hier.

  • In der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ hoffen Erfinder, Jung-Unternehmer und Gründer auf eine Finanzspritze von namhaften Investoren wie Judith Williams, Nico Rosberg oder Carsten Maschmeyer.
  • Doch auch wenn vor der Kamera eine Zusage für ein Investment erfolgt, heißt das noch lange nicht, dass der Deal auch zustande kommt.
  • In der achten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ sind bislang vier Deals für Produkte nachträglich geplatzt.

Köln - Die achte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ist auf VOX fulminant gestartet: In der ersten Folge landete Gründerin Jennifer Baum-Minkus einen absoluten Hammer-Deal. Alle fünf anwesenden Investoren gaben ein Gebot (300.000 Euro für 8 Prozent Firmenanteile) für das Startup „gitti" ab - laut Unternehmer Carsten Maschmeyer ein Novum in der Sendung.

gitti“ hatte mit Nagelfarben, die auf Wasser basieren und vegan und tierversuchsfrei sind, das Interesse der Investoren geweckt. Den Deal für sich verbuchen konnte am Ende Judith Williams. Die US-Amerikanerin betreibt ihre eigene Kosmetik-Linie so dass Nagelfarbe „gitti“ perfekt in ihr Portfolio passte. Neben Teleshopping-Expertin Williams erwarb auch noch Dagmar Wöhrl ein sogenanntes „Ticket“: Für 1,3 Prozent der Anteile, wollte Wöhrl 50.000 Euro beisteuern.

OriginaltitelDie Höhle der Löwen
Erstausstrahlung\t19. August 2014 auf VOX
Produktionsfirma\tSony Pictures Television
Episoden\t72 (+ 2 Specials) in 7 Staffeln
Aktuelle Jury\tJudith Williams, Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Dagmar Wöhrl, Georg Kofler, Nils Glagau, Nico Rosberg
ModerationAmiaz Habtu

Die Höhle der Löwen 2020 (VOX): Hammer-Deal mit Nagelfarbe „gitti“ scheitert nach der Sendung

Wie nach der Sendung bekannt wurde, platzte der Deal zwischen dem Frauen-Trio aber schon bald. Wie das Portal „gruenderszene" berichtet, habe sich Baum-Minkus folgendermaßen zu dem Thema geäußert: „Nach regem Austausch mit Judith Williams ist dieser Deal mit ihr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zustande gekommen." Investorin Judith Williams wird deutlicher: „Nach unserem Deal vor der Kamera wollte die Gründerin bei den anschließenden Gesprächen eine vielfach höhere Bewertung durchsetzen“, so Williams. „Das ist absolut legitim, aber mein Team und ich haben uns dagegen entschieden.“

Als eine Folge kam auch der Deal mit Dagmar Wöhrl nicht zustande. Wie „gruenderszene“ weiter berichtete, habe das Unternehmengitti“ die Zeit seit dem Dreh mit Fundraising verbracht und sammelte in einer aktuellen Runde der Seed-Finanzierungen insgesamt drei Millionen Euro an. Dass der Löwen-Deal nicht zustande kam, dürfte für Jennifer Baum-Minkus damit nicht mehr allzu stark ins Gewicht fallen.

Nico Rosberg glücklos in „Die Höhle der Löwen“ (VOX): Erster Deal des Ex-Formel-1-Weltmeisters kommt nicht zustande

Die App „not less but better“ der drei Gründer Selcuk Aciner, Christina Roitzheim und Marius Rackwitz hatte in der zweiten Folge der aktuellen Staffel von „Die Höhle der Löwen“ mit dem Thema Handysucht einen Nerv bei Ex-Rennprofi Nico Rosberg getroffen. Wie der 35-Jährige in der Folge gestand, habe er früher selbst an Handysucht gelitten - und besitzt deshalb auch kein Smartphone.

In der Sendung entschieden sich Rosberg und Carsten Maschmeyer gemeinsam, in die App, die auf Verhaltenstherapie statt radikalen Verzicht setzt, zu investieren. Beide Löwen wollten sich für 25 Prozent der Anteile mit 150.000 Euro an dem jungen Unternehmen beteiligen.

Laut übereinstimmender Medienberichte, kam es letztendlich aber doch nicht zum Deal. Der Grund: Die Gründer verlangten laut Aussagen von Carsten Maschmeyer und Nico Rosberg gegenüber der „Bild“ nach den Dreharbeiten 200.000 Euro statt der zuerst genannten 150.000 Euro. Im Gespräch mit „gründerszene“ erklärte App-Mitgründer Selcuk Aciner hingegen, man sei sich nicht einig über die „strategische Ausrichtung des Unternehmens“ gewesen.

Zukunftsträchtige Idee „Solmove“: Carsten Maschmeyer berichtet, warum der Deal über eine halbe Million im Nachhinein geplatzt ist

Die Erfindung von Donald Müller-Judex (57) stieß in „Die Höhle der Löwen“ direkt auf Begeisterung. Mit einem Straßenbelag, bestückt mit Photovoltaik-Platten, wollte Müller-Judex dafür sorgen, dass aus herkömmlichen Straßen in Zukunft Energie gewonnen werden kann. Die Solarzellen dieser Platten sollen Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln, die dann in Akkus gespeichert werden kann.

Zukünftig sollte der so gewonnene Strom zum induktiven Laden von E-Autos genutzt werden, die entweder auf der Straße fahren, oder auf einem mit „Solmove“ ausgestatteten Parkplatz stehen. Vor allem Carsten Maschmeyer lobte die Idee in der Sendung. „Das ist mit das Klügste, das wir hier gesehen haben.“ Der 61-Jährige stieg mit den Löwen Nico Rosberg und Dagmar Wöhrl bei „Solmove“ ein (500.000 Euro für 25 Prozent).

Nachdem auf dem Portal „gruenderszene“ bekannt geworden war, dass der Deal mit Müller-Judex im Nachhinein geplatzt war, klärte Carsten Maschmeyer auf Twitter auf:

Bei der „Due Dilligence“ also der Prüfung, die ein zum Verkauf stehendes Unternehmen durchlaufen muss, habe sich herausgestellt, dass die Solarmodule von „Solmove“ im Vergleich zu anderen Wettbewerbern zu teuer sei. Reklamationen und die fehlende Wettbewerbsfähigkeit hätten dazu geführt, dass sich Maschmeyer, Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg schlussendlich gegen den Deal entschieden hätten.

Trotz Deal mit Judith Williams: Im Nachgang keine Einigung zwischen „Sorose“-Gründern und Investorin

In der siebten Folge der achte Staffel von „Die Höhle der Löwen“ (VOX) war Investorin Judith Williams einen Deal mit den „Sorose“-Gründern Peter und Lucy Leitner aus München eingegangen. Für 33,3 Prozent der Firmenanteile wollte sich die US-Amerikanerin an der FirmaShishi Chérie“ beteiligen - dem Shop, der „Sorose“ vertreibt.

Wie nach der Sendung durch das Online-Portal „gruenderszene.de“ bekannt wurde, platzte der Deal in der Nachbesprechung. „Leider konnten wir uns nicht bei der Wachstumsstrategie einigen“, heißt es in einer Stellungnahme der Gründer, die dem Portal vorliegt. Und weiter: „Der Leistungskatalog entsprach nicht unseren Vorstellungen in puncto langfristiger Markenaufbau, auch bei einer korrigierten Bewertung nicht. Letztendlich haben wir uns gegen eine Zusammenarbeit entschieden.“ Auch Williams gab auf ihrer Instagram-Seite bekannt, dass das Investment nachträglich gescheitert ist.

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