Beamte der Autobahnpolizei Bad Hersfeld mussten einen Palettentransport aus Polen wegen zahlreicher Verstöße und technischer Mängel an der Rastanlage Rimberg vorübergehend stilllegen.
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Beamte der Autobahnpolizei Bad Hersfeld mussten einen Palettentransport aus Polen wegen zahlreicher Verstöße und technischer Mängel an der Rastanlage Rimberg vorübergehend stilllegen.

Ladung nicht gesichert

In Schieflage, überladen und zu schnell unterwegs - Polizei zieht Lkw auf der A5 aus dem Verkehr

Zahlreiche Verstöße und technische Mängel: Die Polizei hat einen Palettentransport aus Polen an der Rastanlage Rimberg aus dem Verkehr gezogen.

Breitenbach am Herzberg - Einer Streife der Polizeiautobahnstation war am Mittwoch ein polnischer Lkw mit Anhänger auf der A5 zwischen dem Hattenbacher Dreieck und der Rastanlage Rimberg wegen überhöhter Geschwindigkeit und stark schwankenden Aufbauten aufgefallen. Der Lkw wurde daraufhin durch die Beamten an der Rastanlage Rimberg von der Autobahn gezogen und kontrolliert. Das schreibt die Polizei in einer Mitteilung am Freitag.

Rastanlage Rimberg: Polizei zieht Lkw auf A5 aus Verkehr - Schieflage, überladen und zu schnell

Dabei wurden starke Beschädigungen an den Planenaufbauten von Lkw und Anhänger festgestellt. Die Trägerkonstruktionen der Aufbauten wiesen laut Polizei an mehreren Stellen sichtbare Risse und massive Beschädigungen auf. Die Verschlüsse und Scharniere der Laderaumtüren waren sowohl beim Lkw, als auch bei dem Anhänger eingerissen und verbogen oder fehlten teilweise sogar ganz. (Lesen Sie hier: Mit 119 Sachen auf der A7: Lkw rast bei Kirchheim bergab und wird geblitzt - Diese Strafe droht dem Fahrer)

Als die Türen der Laderäume geöffnet wurden, wurde laut den Beamten die Ursache der während der Fahrt schwankenden Aufbauten klar. Lkw und Anhänger waren bis unter die Decke mit Europaletten beladen, die nicht gesichert waren und sich während der Fahrt stark bewegt hatten. Auf dem Anhänger drückte die Ladung derart in die stark beschädigten seitlichen Planenaufbauten, dass laut Polizei bei einem Ausweichmanöver oder einer engeren Kurve zu befürchten gewesen war, dass die Aufbauten zusammenbrechen und die gesamte Ladung auf der Fahrbahn gelandet wäre.

Wie sich bei der Auswertung des digitalen Fahrtenschreibers des Lkw zeigte, war der beanstandete Lastzug bereits mehrfach mit deutlich über 100 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen - „ein absolut unverantwortliches und leichtsinniges Verhalten der Fahrer“, heißt es in der Mitteilung.

Polizei zieht Lkw aus Verkehr: Überhöhe und ungesicherte Ladung

Zudem war der Lkw etwa zehn Zentimeter höher als erlaubt und beförderte mehr Ladung als zulässig. Die nicht gesicherte Ladung, die erheblichen technischen Mängel und die deutlichen Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 Kilometern pro Stunde, hätten laut Polizei zu schweren Folgen für andere Verkehrsteilnehmer führen können.

Aufgrund der Fahrzeugmängel, der Überhöhe sowie der völlig fehlenden Ladungssicherung, wurde die Weiterfahrt von der Polizei untersagt und der Lkw entladen. Gegen beide Fahrer, die gemeinsam als Transportunternehmer fungierten, wurden wegen der genannten Verstöße Bußgeldverfahren eingeleitet. Sollten die technischen Mängel nach der Entladung nicht zu beheben sein, werden die Fahrzeuge auf einem Tieflader verladen, um ihren Heimweg nach Polen antreten zu können, heißt es in der Mitteilung abschließend. (hoß)

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