Auf der A7 hat sich am Dienstagabend ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein 35-Jähriger schwer verletzt wurde.
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Auf der A7 hat sich am Dienstagabend ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein 35-Jähriger schwer verletzt wurde.

200.000 Euro Sachschaden

A7-Unfall mit drei beteiligten Lkw - Fahrer: „Ich hätte tot sein können“

Ein 36 Jahre alter Lastwagenfahrer ist bei einem Auffahrunfall am Dienstagabend auf der A 7 bei Niederaula schwer verletzt worden. Zwei weitere Fahrer wurden leicht verletzt.

Niederaula - Ein 65-Jähriger aus Aschaffenburg (Unterfranken) mit einem Solo-Lkw, ein 35-Jähriger aus Rumänien mit seinem Sattelzug, sowie ein 36-Jähriger aus Crailsheim mit seinem Lkw-Gespann befuhren gegen 22.30 Uhr hintereinander den Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Hünfeld/Schlitz und Niederaula (Hessen) auf dem rechten Fahrstreifen in nördlicher Richtung. 

Wie die Polizei berichtet, war es zu diesem Zeitpunkt durch einen liegengebliebenen Lkw etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Niederaula zu einer Sperrung und einem Stau bekommen. Sowohl der Fahrer aus Aschaffenburg, als auch der Rumäne bremsten ihre Fahrzeuge ab und hielten am Stauende an.

A7-Unfall: „Ich hätte tot sein können“ - Lkw-Fahrer kommt mit Schrecken davon

Der 36-jährige Crailshaimer hingegen konnte aus bislang ungeklärter Ursache seinen Lkw nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen und fuhr auf den Lkw des 35-Jährigen Rumänen auf. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls auf den vor ihm stehenden Solo-Lkw des Aschaffenburgers geschoben.

Von dem Unfall am Dienstagabend waren drei Lkw betroffen. Eines der Fahrzeuge wurde durch den Aufprall etwa 15 Meter nach vorne geschoben.

Durch den Aufprall wurden alle drei Fahrer verletzt, wobei der Mann aus Crailsheim wegen schwerer Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Den Sachschaden schätzt die Polizei derzeit auf 200.000 Euro.

Wegen Bergungsarbeiten: A7 mehrere Stunden voll gesperrt

Peter Dyroff, der im vordersten der drei Lkw saß, sagte gegenüber unseren Reporter vor Ort: „Ich hätte tot sein können, doch der Abstand hat mir das Leben gerettet.“ Durch den Aufprall sei er mit seinem Lkw zehn bis fünfzehn Meter nach vorne geschoben worden. „Ohne Abstand hätte er mich in den Lkw vor mir gedrückt“, vermutet der 65-Jährige.

Wegen der umfangreichen Bergungsarbeiten blieb die A 7 ab der Anschlussstelle Hünfeld/Schlitz in nördlicher Richtung bis 4.55 Uhr voll gesperrt. Beim Durchfahren durch die Rettungsgasse im Rahmen einer Alarmfahrt kam es darüber hinaus zu einer Kollision zwischen einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und einen im Stau stehenden Lkw. Mit geringem Sachschaden und keinen Verletzten verlief dieser Unfall noch glimpflich, teilte die Polizei mit.

Einen Monat zuvor hatte ein tragischer Unfall auf derselben Strecke Polizei und Feuerwehr in Atem gehalten. Damals starb ein 30-Jähriger in seinem brennenden Lkw. (akh)

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