Fotos: Sabrina Mehler

Abschied für DRK-Kreisgeschäftsführer: Hans-Herbert Knittel geht in Ruhestand

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und vertraute Wegbegleiter haben Hans-Herbert Knittel während einer stilvollen Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet: Er war 27 Jahre lang Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Hünfeld.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Die Verabschiedungsfeier für Knittel wurde gleichzeitig zu einem Rückblick auf die vergangenen Jahrzehnte, in der der Kreisverband viele tiefgreifende Veränderungen durchgemacht und Herausforderungen gestemmt hat. Daran erinnerte Dr. Eberhard Fennel, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Hünfeld.

Die „Ära Knittel“ gehe nun zu Ende, sagte er und betonte, dass das DRK der wichtigste soziale Dienstleister für die Stadt Hünfeld sei. Es sei eine Art „Gemischtwarenladen“ und erfülle viele besondere Aufgaben, zum Beispiel im Jugend- und Familienzentrum, im Kleiderladen, in der Tafel, im Generationentreff, im Kinderhaus und in den Flüchtlingsunterkünften.

Leicht sei die Tätigkeit aber nicht immer gewesen. Fennel erwähnte zum Beispiel mit dem Katastrophenschutzzentrum einen Bereich, der bis heute ein Sorgenkind sei. Hans-Herbert Knittel sei jedoch immer ein sehr engagierter und erfolgreicher Geschäftsführer gewesen.

Auf vielen Ebenen sehr wichtig

Bürgermeister Stefan Schwenk nannte Knittel einen „Rotkreuzmann vom Scheitel bis zur Sohle“. Das DRK sei für die Stadt Hünfeld auf sehr vielen Ebenen sehr wichtig. Es sei „ohne Zweifel eine der rührigsten, umtriebigsten und innovativsten Kreisverbände“ im ganzen Land.

Für die „ehrliche und verlässliche Partnerschaft“ dankte Frank Reith, Fachdienstleiter Gefahrenabwehr beim Landkreis Fulda. Und auf Knittels berufliche Laufbahn blickte der DRK-Landespräsident Norbert Södler zurück: Der gebürtige Mainzer habe 1986 seine Tätigkeit beim DRK-Landesverband Hessen als Sachgebietsleiter für den Katastrophenschutz begonnen, bevor er sieben Jahre später nach Hünfeld wechselte.

Kleine Überraschung

Eine kleine Überraschung für den passionierten Golfer Knittel hatte Christoph Schwab, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Fulda, mitgebracht: eine Mini-Golfbahn, an der der Neu-Ruheständler vor den Gästen sein Können beweisen musste. Ein weiteres Grußwort sprach auch Betriebsratsvorsitzender Frank Blum.

Der gerührte Hans-Herbert Knittel, der sich sichtlich über die vielen Glückwünsche freute, trat zum Schluss nach vorne. Er erinnerte unter anderem an seinen ersten großen Einsatz beim Landesverband, als beim evangelischen Kirchentag in Frankfurt 30.000 Portionen Eintopf an drei Tagen organisiert werden mussten.

Nachfolger wird im März bekannt gegeben

Schon damals habe er das DRK als „tollen und leistungsfähigen Verband“ kennengelernt. Der Wechsel von seiner Heimat am Rhein nach Hünfeld im Jahr 1993 habe er nie bereut. Es sei eine gute Zeit gewesen, in denen er vieles habe bewegen können: „Es war großartig, wenn wir unsere Pläne geschmiedet haben, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen beistehen zu können“, sagte er an Fennel gewandt.

Viele tolle Ereignisse habe es für das Rote Kreuz gegeben, beispielsweise den Hessentag, die erste Verleihung des Point-Alpha-Preises und der Umbau des DRK-Hauses: „Es war großartig, was wir erreichen konnten.“

Ganz Schluss ist für Knittel allerdings doch noch nicht: Weil sein Nachfolger, der erst am 16. März offiziell bekanntgegeben werden soll, später als ursprünglich geplant seine Stelle antritt, wird er dem DRK noch einige Wochen und Monate weiter zur Seite stehen. Und für die Zeit danach gab ihm Landespräsident Södler noch einen Tipp mit auf den Weg: „Wer vom Hauptamt befreit ist, hat jetzt Zeit fürs Ehrenamt.“

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