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Angeschossene Katze läuft vor fahrendes Auto

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Geisa - Alle waren am dem leidenden Tier vorbeigefahren: Susanne Mathes-Kircher hat am Freitagabend zwischen Schleid und Geisa eine schwer verletzte Katze am Straßenrand gefunden und sie zur Tierärztin gebracht. Im Körper des Tiers steckte ein Projektil.

„Nur der Kopf bewegte sich noch“, erklärt Susanne Mathes-Kircher gegenüber unserer Zeitung. Gegen 18 Uhr war sie mit ihrem Wagen auf dem Weg nach Hause, als sie auf der Straße zwischen Schleid und Geisa eine Katze liegen sah, alle Viere von sich gestreckt.

Niemand habe sich um die Katze gekümmert, erzählt sie. Fassungslos hielt sie an, um dem Tier zu helfen. In Geisa fragte sie Passanten nach dem Weg zum Tierarzt. „Lassen sie es doch einfach liegen!“, soll darauf ein Fußgänger gesagt haben. Bei der Tierärztin wurde klar, wie schwer die Katze verletzt war: Die Lunge war angeschossen, der Schwanz, das Bein sowie einige Wirbel waren gebrochen. Durch die Harnblase zog sich ein Riss und der gesamte Bauchraum war mit Flüssigkeit gefüllt.

Nachdem auf die Katze geschossen worden war, rannte das verängstigte Tier wohl unter Schock auf die Straße und wurde von einem Fahrzeug überrollt. „Die Katze war in einem erbärmlichen Zustand“, sagt Mathes-Kircher. „Das Leid war kaum zu ertragen.“ Die Katze wurde eingeschläfert. Wer auf das Tier geschossen hat, ist bisher nicht bekannt. Mathes-Kircher erstattete Anzeige gegen den unbekannten Täter. Im vergangenen halben Jahr seien mehr als ein halbes Dutzend angeschossener Katzen bei ihr abgeliefert worden, erklärt Tierärztin Susanne Erbe. Auch sie sei deswegen schon zur Polizei gegangen. Die Polizei spricht von keiner Häufung in der Region Vacha. Viele der Fälle würden aber auch nicht angezeigt werden, meint Tierärztin Erbe. / leof, sts

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