Ein Blick in die Stiftsruine Bad Hersfeld
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Blick in die in der Stiftsruine: Nach der coronabedingten Absage der Bad Hersfelder Festspiele ist am Donnerstag das kulturelle Ersatz-Angebot präsentiert worden.

„Ein anderer Sommer“

Statt Festspiele: Fünf Wochenenden mit ganz viel Kultur in Bad Hersfeld

Keine Festspiele, aber Kultur: Die Corona-Krise beflügelt die Kulturschaffenden und schweißt zusammen: Ein Paradebeispiel ist das Festival „Bad Hersfeld – Stadt der Geschichten“. Unter dem Motto „Ein anderer Sommer“ werden vom 17. Juli bis zum 16. August über 100 Veranstaltungen angeboten.

  • Unter dem Motto „Ein anderer Sommer“ wird in Bad Hersfeld viel Kultur geboten
  • Konzerte, Schauspiel, Lesungen - Donnerstag wurde das Konzept vorgestellt
  • Los geht es am Freitag, 17. Juli

Bad Hersfeld - Anstelle der wegen des Coronavirus abgesagten, bundesweit bekannten Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine und in Schloss Eichhof ist ein breit gefächertes Kulturprogramm konzipiert worden, das an fünf Wochenenden im Juli und August „eine Attraktion für alle Menschen in Bad Hersfeld, Osthessen und darüber hinaus“ werden soll.

Geplant sind Konzerte, Schauspiel, Kabarett, Lesungen, Malaktionen, Gastspiele, Talkrunden, Ausstellungen, Nachtschichten und Liederabende. Daran beteiligen sich die Stadt Bad Hersfeld, Vereine, Institutionen, Bürger und die Bad Hersfelder Festspiele, die einen Großteil der Veranstaltungen organisiert haben.

Kultur in Bad Hersfeld: Bürgermeister und Intendant stellen Programm vor

Der Spielplan, den Bürgermeister Thomas Fehling und Intendant Joern Hinkel mit Reinhard Faulstich als Vertreter der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg und Förderer sowie mit Schauspieler Ralf Bauer am Donnerstag während einer Pressekonferenz vorstellten, belegt: Bad Hersfeld wird im Sommer 2020 zur „Stadt der Geschichten“ und bietet auch in schwierigen Zeiten viel Kultur.

Das Publikum darf sich auf prominente Schauspielerinnen und Schauspieler sowie Sängerinnen und Sänger freuen, wie zum Beispiel Ralf Bauer, Elisabeth Lanz, André Hennicke, Richy Müller, Brigitte Grothum, Daniela Ziegler, Thorsten Nindel, Helmut Baumann, Ilja Richter, Ann-Cathrin Sudhoff. Bettina Mönch, Thomas Borchert, Bettina Hauenschild, Andrés Mendez, Maximilian Wigger, Gunther Emmerlich und Ute Reiber. Dabei sind auch der Raumfahrer Thomas Reiter, Mitglieder des Theaters Anu, Musiker zahlreicher Bands und des Arbeitskreises für Musik, Christoph Wohlleben, Günther „Baby“ Sommer oder Jan Luley, und bildende Künstler, wie zum Beispiel die Mitglieder des Kunstvereins der Stadt.

Thomas Fehling, Joern Hinkel und Ralf Bauer haben das Programm am Donnerstag vorgestellt.

„Ein anderer Sommer“: Auftakt in Bad Hersfeld ist am 17. Juli

Sie alle spielen, erzählen, malen und musizieren an ganz besonderen Orten: in der Stiftsruine, im Stiftspark, in der Stadtkirche, im Buchcafé, in der Probenhalle am Park, in der Jugendherberge, in einem Parkhaus, im Kino, im Hotel, im Johann-Sebastian-Bach-Haus, in den Museen und auch auf Dächern und Bäumen.

Eröffnet wird „Ein anderer Sommer“ am Freitag, 17. Juli, mit „Geschichten vom Anfang“. Joern Hinkel begrüßt gleich am ersten Tag prominente Gäste in der Stiftsruine. Eine Reise mit Musik führt zu den ältesten Texten der Menschheit über den Ursprung der Welt, unter anderen mit Cordula Trantow und Horst Janson. Das Festival endet am 16. August um 20 Uhr in der Stiftsruine.

Service

Informationen und Karten gibt es beim Ticket-Service unter der Telefonnummer (0 66 21) 64 02 00, unter ticket-service@bad-hersfelder-festspiele.de und unter www.bad hersfelder-festspiele.de

Joern Hinkel unterstrich, dass alle Verantwortlichen nach der schmerzvollen Absage der 70. Hersfelder Festspiele schnell reagiert hätten. Unglaublich viele Mitwirkende seien bereit gewesen, sich auch beim neuen Programm zu engagieren, bei dem das Virus bewusst nicht im Vordergrund stehe. Während der fünf Wochenenden habe das Erzählen den klaren Vorrang vor dem Dramatischen. Hinkel unterstrich, dass jeder Spielort sein eigenes Hygiene-Konzept habe. In der Stiftsruine stehen jeweils 250 Plätze zur Verfügung. Gespielt wird nicht auf der großen Bühne, sondern auf der entgegengesetzten Seite. (ChB)

Auch in Fulda findet in diesem Sommer ein kleines Kulturfestival statt. Die Stadt und das Kreuz haben es auf die Beine gestellt.

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