Auf der A4 bei Wildeck-Obersuhl brachte die Kontrolle einer Fahrzeugkombination durch die Polizei erhebliche Mängel zutage.
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Auf der A4 bei Wildeck-Obersuhl brachte die Kontrolle einer Fahrzeugkombination durch die Polizei erhebliche Mängel zutage.

Auf der A4 bei Wildeck-Obersuhl

Polizei kontrolliert Mercedes Sprinter mit Anhänger - Erhebliche Mängel kommen dabei zum Vorschein

Ein Mercedes Sprinter mit Anhänger ist der Autobahnpolizei Bad Hersfeld am Donnerstag auf der A4 bei Wildeck-Obersuhl aufgefallen. Der Grund: Die Fahrzeugkombination war zu lang und überladen. Bei genauerer Betrachtungen kamen dann noch erhebliche Mängel zum Vorschein.

Bad Hersfeld - Der Mercedes Sprinter (3,5 t) mit Anhänger, der mit drei Kleintrasportern beladen war, war auf der Autobahn Richtung Polen unterwegs, teilte das Polizeipräsidium Osthessen in Fulda am Freitag mit. Bei Wildeck-Obersuhl fiel der Autobahnpolizei Bad Hersfeld auf, dass die Fahrzeugkombination wohl zu lang und überladen war. Aus diesem Grund sollte eigentlich eine Wiegung erfolgen. Doch so weit kam es nicht mehr, teilte die Polizei mit. (Lesen Sie hier: Polizei stoppt Fahrer bei Nidderau: Hänger ist völlig überladen)

A4 bei Wildeck-Obersuhl: Polizei-Kontrolle bringt erhebliche Mängel bei Mercedes Sprinter zum Vorschein

Nachdem die Fahrzeugkombination im Industriegebiet Wildeck-Obersuhl erst einmal gestanden hatte, sprang der Motor nicht mehr an. Als der Fahrer mit einem Starterspray versuchte den Motor zu starten, konnten die Beamten einen Blick in den Motorraum werfen. Der Anblick veranlasste die Autobahnpolizei Bad Hersfeld daraufhin einen Sachverständigen anzufordern. Die Liste der technischen Fahrzeugmängel, welche durch den Sachverständigen festgestellt wurde, sei so beeindruckend gewesen, dass am Ende ein Verbot der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr erteilt werden musste, gab das Polizeipräsidium Osthessen bekannt.

Der kleine Mercedes-LKW mit Doppelkabine sei wohl mal ein kleiner Pritschenwagen gewesen, vermutet die Polizei. Ihm hatte man einen doppelt so langen Aufbau zum Fahrzeugtransport aufgesetzt. Um ein Abkippen des Heckbereiches zu verhindern, war eine dritte Fahrzeugachse montiert worden. Diese war in „abenteuerlicher Weise“, so die Polizei, am Rahmen befestigt worden und verfügte weder über eine Federung, noch über Stoßdämpfer. Die erforderlichen Bremsleitungen waren frei durch den Motorraum bis unter den Fahrzeugboden verlegt, wo sie ohne Anschluss endeten. Beim Verlegen der Leitung hat man diese so geführt, dass sie an der Lenksäule im Motorraum rieben und irgendwann einmal durchgeschliffen sind.

Anhänger überladen und Kupplung funktioniert nicht - Diese Mängel stellte die Polizei bei der Kontrolle fest

Auch der verwendete Anhänger war mit den zwei transportierten Kleintransportern überladen. Anstatt der erlaubten 3500 Kilogramm zulässigen Gesamtmasse hatte er 4260 Kilogramm tatsächliches Gesamtgewicht. Die Anhängerkupplung funktionierte nicht, die Bremszüge des Anhängers waren mangels Halterung mit Hanfseil fixiert. Hinzu kommt, dass das Zugfahrzeug eigentlich nur gebremst 2,0 Tonnen hätte anhängen dürfen. Auch die Länge der Fahrzeugkombination wurde mit 20,2 Metern um 1,45 Meter überschritten.

Aufgrund der festgestellten Mängel wurde dem Fahrer die Weiterfahrt untersagt und die Abholung mit geeigneten und verkehrssicheren Fahrzeugen angeordnet. Den Fahrer erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Überladung mit einem möglichen Bußgeld im dreistelligen Bereich. Auch gegen den Fahrzeughalter wurde wegen der verkehrsunsicheren Fahrzeuge ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Das Bußgeld dürfte hier im vierstelligen Bereich liegen, schätzt die Polizei. (sec)

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