Zwischen Fulda und Gerstungen wird eine neue Bahntrasse gebaut. (Symbolfoto)
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Zwischen Fulda und Gerstungen wird eine neue Bahntrasse gebaut. (Symbolfoto)

Neue Schienen

Bahntrasse Fulda-Gerstungen: Diese vier Varianten sind in der Endauswahl

Für die neue Bahntrasse zwischen Fulda und Gerstungen kommen vier Varianten infrage. Darüber hat die DB Netz am Mittwoch bei einem Beteiligungsforum in Bad Hersfeld informiert.

Bad Hersfeld - Das Beteiligungsforum Fulda-Gerstungen kam am 6. Oktober 2021 zu seiner zehnten Sitzung zusammen. Sie fand in Bad Hersfeld sowie online statt. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt, haben an dem Forum 50 Personen teilgenommen. Ihnen stellte die DB Netz das Ergebnis eines so genannten „Segmentvergleichs“ vor.

In den vergangenen Monaten habe das Unternehmen 28 verschiedene mögliche Verläufe für die neue Bahntrasse zwischen Fulda und Gerstungen im Detail untersucht und miteinander verglichen. „Dazu haben Gutachter und die DB Netz die möglichen Trassenkorridore in kleine Abschnitte/‚Segmente‘ zerlegt“, berichtet die Bahn. Es sei untersucht worden, wie sich die neue Bahntrasse im jeweiligen Abschnitt auf die Umwelt und die Ziele der Raumordnung auswirken würde. (Lesen Sie auch: Bahntrasse Fulda-Gerstungen - Klares Votum für ICE-Halt in Bad Hersfeld)

Bahntrasse Fulda-Gerstungen: Diese vier Varianten sind in der Endauswahl

Die jeweils besten Segmente hat die Arbeitsgruppe anschließend zu so genannten „ernsthaft in Betracht kommende Trassenkorridore“ zusammengesetzt. Die Deutsche Bahn spricht von den Varianten „pink“, „türkis“, „violett“ und „orange“. Nur diese vier Trassenkorridore sind noch im Rennen. Auf sie konzentriert sich die DB in den nächsten Monaten.

Auf diese vier Varianten konzentriert sich DB Netz.

Die Variante „pink“ fädelt in Langenschwarz aus der Schnellfahrstrecke aus. Sie verläuft über Bad Hersfeld und fädelt bei Ronshausen in die Bestandsstrecke ein.

Variante „türkis“ fädelt ebenfalls in Langenschwarz aus und bei Ronshausen ein. Sie verläuft aber nördlich von Unterhaun an Bad Hersfeld vorbei.

Die Varianten „violett“ und „orange“ verlassen die Schnellfahrstrecke in Kirchheim oder in Neuenstein und führen getrennt bis südlich von Gerterode. Sie verlaufen dann auf der gleichen Linie nach Mecklar und fädeln ebenfalls in Ronshausen ein.

Infomarkt

Die Deutsche Bahn (DB) lädt vom 9. Oktober bis zum 31. Oktober zum zweiten Mal zu einem virtuellen Infomarkt zum Bahnprojekt Fulda-Gerstungen ein. Besucherinnen und Besucher können sich unter www.infomarkt.fulda-gerstungen.de über den aktuellen Stand des Projektes informieren.

Auf den Seiten der virtuellen Infoplattform geben die Planerinnen und Planer in mehreren Videos einen ausführlichen Einblick in das Projekt. Sie erläutern das Auswahlverfahren der einzelnen Streckenabschnitte und stellen die besten Varianten des Streckenverlaufs vor. Außerdem ist es möglich, ausführliche Informationen zu den einzelnen Themen herunterzuladen und Fragen an das Projektteam der DB Netz AG richten.

Für Bürgerinnen und Bürger findet am 18. Oktober um 17 Uhr eine Online-Informationsveranstaltung statt. Das Planungsteam stellt an diesem Termin das Projekt vor und beantwortet Fragen. Die Veranstaltung ist ebenfalls über www.infomarkt.fulda-gerstungen.de erreichbar und steht jedem Interessierten offen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Alle vier Varianten haben nach DB-Angaben einen hohen Anteil an Tunneln. Die möglichen Halte für den Fernverkehr liegen bei den Varianten „orange“ und „violett“ bei Mecklar. Bei Variante „pink“ ist ein Fernverkehrshalt in Bad Hersfeld geplant. Bei Variante „türkis“ liegt dieser bei Unterhaun. Damit stehe fest, dass die Neubaustrecke Fulda-Gerstungen östlich von Ronshausen an die vorhandene Bestandsstrecke anschließt.

Video: Bahnfahren wird teurer

Anfang 2022 soll der Vergleich der verbliebenen Varianten abgeschlossen sein und feststehen, in welchem Korridor die neue Bahntrasse am besten verläuft. Das Ergebnis stellt die DB wieder im Beteiligungsforum vor. (lio)

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