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Keine Äpfel, Bananen und Tomaten mehr: Peter Schmickl zum letzten Mal am Wochenmarkt

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Schmickel Markt Hünfeld
Nadja und Peter Schmickl (im Hintergrund) waren für ihr buntes Sortiment bekannt. Nun hat Peter Schmickl das Familiengeschäft aufgegeben. Dazu gehörten auch die Verkaufswagen, die freitags immer am Wochenmarkt in Hünfeld standen. © Karl-Heinz Burkhardt

Auf dem Hünfelder Wochenmarkt wird der Obst- und Gemüsestand Schmickl im neuen Jahr nicht mehr vertreten sein. Der jeweils an den Freitagen zwischen 8 und 13 Uhr von vielen Kunden gut besuchte Stand war vor den Weihnachtsfeiertagen zum letzten Mal präsent.

Roßbach - Die Schmickls haben das Geschäft aufgegeben. Dies betrifft auch die Verkaufswagen, die wöchentlich mit frischem Obst, Gemüse und Südfrüchten durch die Dörfer „rollten“. Die Menschen auf dem Land schätzten die Nahversorgung durch die Schmickls sehr. Doch die Kundschaft hier ist im Laufe der Zeit älter und weniger geworden.

Hünfeld: Peter Schmickl verkaufte zum letzten Mal seine Waren am Wochenmarkt

Mit großer Leidenschaft betrieb Peter Schmickl als ein reger Verkäufer sein Geschäft, hatte im Kundengespräch immer „einen guten Spruch“ parat. „Nur das Beste für dich“, so präsentierte er oft „kumpelhaft“ die Ware. Sein Vater Paul zählte am 19. Oktober 1984 zu den Gründungsmitgliedern des Wochenmarktes in Hünfeld. Nach dessen Tod 2006 übernahm Ehefrau Rita die Firma. Seit 2012 war Sohn Peter Geschäftsinhaber.

Mehrmals wöchentlich zur Nachtzeit fuhr Peter Schmickl mit einem Transportfahrzeug vom Geschäftssitz in Roßbach nach Frankfurt am Main, wo er in der Großmarkthalle frische Waren für seine Kundschaft einkaufte.

Peter Schmickl und seine Frau Nadja beim Verkaufen.
Peter Schmickl und seine Frau Nadja beim Verkaufen. © Karl-Heinz Burkhardt

Neben Schmickl bot auch die Fleischerei Oestreich aus Engelhelms zum letzten Mal ihre Waren auf dem Hünfelder Wochenmarkt an. Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) bedauerte die Geschäftsaufgabe der beiden Händler und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.

In der ersten Januarwoche finde nur ein eingeschränkter Wochenmarkt statt, lautet es aus dem Rathaus. Regulär gehe es ab dem Freitag, 13. Januar, weiter. Dann gebe es wie gewohnt Fleisch, Wurst und Geflügel, Fisch, Eier, Nudeln, Blumen, Käse und Milchprodukte, Feinkost, Brot, Brötchen und weitere Backwaren sowie vieles mehr zu kaufen.

Nicht nur Einkaufen ist auf dem Hünfelder Wochenmarkt angesagt. Der Markt ist zugleich eine Begegnungsplattform für so manchen Besucher. Im regen Treiben auf dem Platz „Am Anger“ bietet sich oft die Gelegenheit, sich auf einen keinen Plausch zu treffen und durch das Angebot zu Stöbern. (von Karl-Heinz Burkhardt)

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