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Bürgerinitiativen gegen Windkraft referierten im Regierungspräsidium

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Kassel/Soisdorf - Die Geschäftsstelle der Regionalversammlung Nordhessen hat die Vertreter der Bürgerinitiativen (BI) gegen Windkraftanlagen in den Sitzungssaal des Regierungspräsidiums Kassel eingeladen. Damit wurde deren Wunsch entsprochen, die bereits schriftlich vorgebrachten Einwände zum Teilregionalplan noch einmal mündlich zu erläutern.

Aus der Region waren unter anderem der Fuldaer Landrat Bernd Woide (CDU) und der ehemalige Bürgermeister von Schenklengsfeld, Horst Hannich, als Vorsitzender der Regionalversammlung, mit zum Regierungspräsidium gereist. Viele der Bürgerinitiativen hatten ihre Redezeit einem Team aus Fachleuten übertragen. Diese gingen in ihren Vorträgen auf das Schutzgut Mensch und Natur, Auswirkungen auf das Landschaftsbild sowie den Beitrag zur Energiewende durch Windkraftanlagen ein. Besonderen Anklang fand eine Darstellung, nach der die Stromerzeugung durch Windenergie wegen der zur Zeit noch unwirtschaftlichen Speichermöglichkeiten und der notwendigen Anzahl von Windkraftanlagen nur eine untergeordnete Rolle bei der Energiewende spielen könne. Für die Initiative "Pro Natur Soisberg" ging Ralf Dietrich auf die Aussagen in den zu jeder Fläche erstellten Steckbriefe ein. Diesen zufolge sei die Vorrangfläche zwischen Eichberg und Soisberg in der Gemarkung Ufhausen gegen das Votum der Oberen Naturschutzbehörde (ONB) in den Regionalplan aufgenommen worden, weil das Landes-Avifauna- Gutachten ein hohes Konfliktpotential zwischen der Vogelwelt und den geplanten Windkraftanlagen ausweise und nach Einschätzung der ONB Windkraftanlagen aus naturschutzfachlicher und –rechtlicher Sicht nicht genehmigungsfähig seien. Auch das im Auftrag vom Landkreis Fulda eigens für den Nachweis der Eignung von Standorten für Windkraftanlagen erstellte PGNU-Gutachten stuft deshalb die vorgesehene Fläche als "schlecht geeignet" ein. Aus diesem Grund rate das Gutachten von diesen Flächen ab. Außerdem führte Dietrich aus, dass das Gebiet als Lebensraum des Uhu nachgewiesen sei. Da die Vogelwelt sich nicht an Kreisgrenzen halte, forderte er, dass die gutachterlichen Ergebnisse auch die unmittelbar angrenzende Fläche zwischen Eichberg und Soisberg in der Gemarkung Schenklengsfeld auf dem Kreisgebiet Hersfeld-Rotenburg gelten müsse.

Die Aufnahme in den Regionalplan geschah auch hier unter erheblichen Bedenken der Oberen Naturschutzbehörde. Deshalb sei hier der selbe Maßstab anzulegen. Die Belange der Natur in den betreffenden Gebieten sei durch die Genehmigung der bereits bestehenden sieben Anlagen auf Schenklengsfelder Gebiet schon einmal nicht beachtet worden. Dies dürfe nicht ein zweites Mal geschehen.

Diese als Vorstörung bezeichnete Beeinträchtigung der Landschaft dürfe daher nicht der Grund für eine Erweiterung der bestehenden Windkraftflächen sein, forderte Dietrich. / so

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