Fotos: Hartmut Zimmermann

Bürgermeisterwahl Geisa: Bewerber erwarten hohe Beteiligung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Geisa - Die 3872 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger von Geisa entscheiden am Sonntag, wer nach Martin Henkel (CDU) als Bürgermeister in das Rathaus einzieht. Die Entscheidung fällt zwischen Matthias Breitenbach (CDU) und der freien Bewerberin Manuela Henkel.

Von unserem Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann

Das Interesse der Menschen an der Wahl scheint groß zu sein. Das zeigt sich auch im Anteil der Briefwähler, der höher liegt als bei früheren Wahlen. Wie Wahlleiterin Sylvia Möller mitteilt, hatten sich bis Donnerstag 373 Wahlberechtigte, also fast zehn Prozent de Berechtigten, die Unterlagen schicken lassen.

Veranstaltungen gut besucht

Auch Matthias Breitenbach und Manuela Henkel bestätigen ein beachtliches Interesse der Menschen an der Wahl. Das spiegele sich im Besuch der Veranstaltungen wider, betonen beide.

„Zu insgesamt neun Veranstaltungen – einer in Geisa und acht in den Ortschaften – habe ich eingeladen“, berichtet Matthias Breitenbach. Das sei für ihn, der , obwohl er seit 16 Jahren in Geisa lebe, mit den umliegenden Dörfern noch nicht so vertraut gewesen sei, wichtig gewesen. Die Termine hätten die Bereitschaft der Menschen deutlich gemacht, sich für ihren Ort einzusetzen. Es sei den Menschen wichtig, gehört zu werden, bevor sie und ihr Dorf betreffende Entscheidungen gefällt würden. Das Klima der Gespräche sei sehr gut gewesen, zieht der CDU-Kandidat Bilanz.

800 Menschen bei Bürgerstammtischen

Das Interesse sei sicherlich auch durch die wirkliche Wahlmöglichkeit gewachsen – das sei gut. Beide Bewerber sind sich einig, dass viele Menschen bewusst Veranstaltungen beider Bewerber besucht hätten.

Manuela Henkel, die für die CDU im Bad Salzunger Kreistag sitzt, tritt als unabhängige Kandidatin an. Auch sie hatte insgesamt neun Bürgerstammtische in Geisa und den Stadtteilen angeboten. Zu diesen Terminen seien rund 800 Menschen gekommen. „Das sind rund 20 Prozent der Wahlberechtigten – das finde ich toll“, betont sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch ein Vereinsstammtisch, bei dem es um das Miteinander von Kommune und Vereinen, aber auch um Wege zur besseren Vernetzung der Vereine untereinander gegangen sei, habe viele Interessierte angelockt.

Sieger: „die Demokratie“

Immer wieder habe es intensive Gespräche gegeben – manchmal bis nach Mitternacht. Unabhängig davon ob sie oder ihr Mitbewerber am Sonntag das Rennen macht, steht für Henkel ein Sieger schon fest: „die Demokratie.“

Nach einer Prognose für die Wahlbeteiligung gefragt, ist Manuela Henkel optimistisch: „Ich rechne damit, dass mehr als 70 Prozent der Leute zur Wahl gehen.“ Breitenbach wird noch konkreter und sagt, er erwarte eine Beteiligung von 75 Prozent – auch wenn am Abend vor dem Wahltag die Fastnachtsprinzen gekürt würden.

Martin Henkel wechselt in den Landtag

Die Wahl war sozusagen außer der Reihe angesetzt worden. Denn der bisherige Amtsinhaber Martin Henkel war zwar im April 2018 für eine dritte Amtszeit zum Bürgermeister gewählt worden, hatte sich jedoch 2019 für den Landtag in Erfurt nominieren lassen und wurde gewählt. Daher muss nun die Stelle neu besetzt werden.

Für Martin Henkel, der ohne Gegenkandidaten antrat, hatten seinerzeit 94,9 Prozent der Wähler gestimmt. Die Wahlbeteiligung hatte beim Urnengang von 2018 bei 53,8 Prozent gelegen.

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