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Bürgerversammlung in Sachen Dorfladen

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

Rasdorf - Voller Adler-Saal bei der Bürgerversammlung: Mehr als 100 Menschen aus Rasdorf und seinen Ortsteilen informierten sich über die Lage, wie sie sich für den Ort nach der Schließung des letzten Lebensmittelladens darstellt. Experten informierten zudem über Möglichkeiten, wie es weitergehen kann.

Die Erleichterung war Bürgermeister Jürgen Hahn (CDU) anzumerken: Der gut gefüllte Saal sei ein Beleg dafür, dass den Rasdorfern die Zukunft des Einkaufens im Dorf wichtig ist, unterstrich er. Der Gemeindevorstand war, nachdem das Gutkauf-Lädchens am Anger im Februar unerwartet schloss, umgehend aktiv geworden. Hahn hatte mit einer Gruppe Experten aus dem Ort, die sich aus Theo Lenz, Albert Litz, Christoph Priller und Ludwig Stark zusammensetzt, Beratungen aufgenommen. Nachdem die Suche nach einem Nachfolger am alten Standort erfolglos blieb, suchte man auch außerhalb Rat.

Bei der Bürgerversammlung präsentierte Christian Klems von der Initiative DORV (die Buchstaben stehen für "Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung") auf Einladung der Gemeinde, welche Optionen aus seiner Sicht möglich sind. Seine Kernsätze und Forderungen:

• Die Ausgangslage in Rasdorf ist gut, weil noch vieles vorhanden ist.

• Zunächst klären, ob ein Laden im Dorf wirklich gewollt ist. Die Fragen nach Betreiber und Standort müssen erst danach geklärt werden.

• Das persönliche Einkaufsverhalten überdenken: Ein Teil der Kaufkraft muss im Dorf bleiben!

• Ein Dorfzentrum kann der Kern weiterer positiver Entwicklungen werden und wegen der Bedeutung für die Attraktivität des Orts auch den Wert der Immobilien stützen. In der eher verhalten beginnenden Fragerunde ging es immer wieder um das Thema, wer als Betreiber infrage komme. Hahn unterstrich, das von Tegut entwickelte Konzept "Lädchen für alles" gehe von 250 Quadratmetern Ladenfläche aus. Im Kreis der Experten sei man sich einig, dass ein neuer Laden nicht mehr am Anger sein könne, sondern an der B 84 liegen müsse. Auf Anregung aus der Versammlung soll in einem nächsten Schritt mit einer vermutlich anonymen Umfrage geprüft werden, wie viele Menschen letztlich bereit seien, einen neuen Lebensmittelladen im Dorf auch als Kunden zu unterstützen. Weitere Schritte könnte die Initiative DORV begleiten.

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