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Bundesinnenminister: Keine weitere Einsatzhundertschaft für Hünfeld

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Hünfeld hatte sich in den vergangenen Monaten angesichts der vom Bund versprochenen Aufstockung des Bundespolizei-Personals intensiv darum bemüht, eine vierte Einsatzhundertschaft für den Standort zu bekommen.

Doch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat diese Hoffnungen nun in einem Schreiben an den Bürgermeister zunichte gemacht.

„Die für die Bundespolizei vorgesehenen zusätzlichen Stellen dienen vor allem der Deckung von Bedarfen im Einzeldienst der Bundespolizei“, heißt es in dem Schriftstück. Eine Verstärkung der Bundesabteilung in Hünfeld durch eine weitere Hundertschaft sei nicht beabsichtigt.

„So lautet zwar das Schreiben, aber nicht mein Wille“, kommentierte Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) lapidar, als er den Brief in der jüngsten Stadtverordnetensitzung verlas. Er sei dennoch der Überzeugung, dass es Hünfeld doch noch gelingen könnte, die vierte Hundertschaft zu erhalten.

Geheimnis ausgeplaudert?

Am Standort am Molzbacher Berg hatte es schon mal vier Hundertschaften gegeben, doch Ende der 1990er Jahre musste diese infolge einer Strukturreform an Sankt Augustin abgegeben werden. Schwenk hatte aber noch eine erfreulichere Nachricht zu vermelden: Am Hünfelder Bundespolizei-Standort sollen ab 2017 rund 200 Ausbildungsstellen geschaffen werden, erklärte er.

Damit hatte er aber offenbar ein Geheimnis ausgeplaudert, denn auf Anfrage mochte dies weder die Bundespolizeiabteilung in Hünfeld noch die Bundespolizei am Hauptsitz in Potsdam bestätigen. Schwenk freute sich trotzdem schon und scherzte: „Das wird nicht nur unserer Stadt, sondern auch unserer Gastronomie gut tun.“ / sam

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