Bundespolizei: Die Beamten der 2. Hünfelder Einsatzhundertschaft bei ihrem Einsatz in Bingen.
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Die Beamten der 2. Hünfelder Einsatzhundertschaft bei ihrem Einsatz in Bingen.

Einsatz in Bingen

Demonstration der Partei „Die Rechte“: 2. Hünfelder Einsatzhundertschaft verhindert Ausschreitungen

Eine Demonstration der Partei „Die Rechte“ und angemeldete Gegenveranstaltungen in Bingen waren der Auslöser für den ersten Einsatz der 2. Einsatzhundertschaft der Hünfelder Bundespolizei.

Hünfeld/Bingen - Kurz nach Indienststellung am 1. Juli erhielt der Hundertschaftsführer Polizeihauptkommissar Jürgen Bohl den Einsatzbefehl für den ersten Einsatz der 2. Einsatzhundertschaft. Er fand am vergangenen Samstag in Bingen statt.

Durch die Partei „Die Rechte“ gemeinsam mit der NPD war eine Demonstration gegen das Verbot von Reichsflaggen unter dem Motto „Kein Verbot stoppt schwarz-weiß-rot 2.0“ angemeldet. Fünf Gegenveranstaltungen wurden durch die Stadt Bingen genehmigt. Die 2. Einsatzhundertschaft wurde von der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern zur Verstärkung angefordert. Bereits 2020 war es bei einer ähnlichen Veranstaltung im benachbarten Ingelheim zu Auseinandersetzungen gekommen.

Bundespolizei Hünfeld: 2. Einsatzhundertschaft verhindert Ausschreitungen in Bingen

Die Einheit hatte den Auftrag neben dem Schutz des Bahnhofs Bingen auch die störungsfreie An- und Abreiseüberwachung aller bahnreisender Veranstaltungsteilnehmer aus Richtung Mainz zu gewährleisten. Dies gelang in beiden Phasen aufgrund von restriktiver Trennung der verschiedenen Gruppierungen in den begleiteten Zügen. In enger Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Mainz konnten die Demonstrationsteilnehmer an Kräfte der Landespolizei übergeben werden.

Insgesamt rund 300 Menschen nahmen ab Mittag an den Gegenveranstaltungen teil. Ab 15.30 Uhr startete vom Stadtbahnhof Bingen ausgehend die Veranstaltung der Partei „Die Rechte“. Aufgrund einer Blockierung der geplanten Aufzugsstrecke durch Gegendemonstranten, wurde der Demonstrationszug nach einer kurzen Unterbrechung über eine Alternativstrecke geleitet.

30 vermummten Personen versuchten, Polizeiabsperrungen in Bingen zu durchbrechen

Eine Ansammlung von circa 30 vermummten Personen versuchte zwischenzeitlich auf die Kundgebung „Rechts“ am Bahnhof einzuwirken und die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Durch schnelle Reaktion der Landespolizei und der 2. Hünfelder Einsatzhundertschaft, die sich den Personen entgegenstellten, konnten Übergriffe auf die Versammlung verhindert werden.

Nach einer Abschlusskundgebung am Bahnhof endete die Versammlung gegen 17 Uhr. Polizeihauptkommissar Bohl resümierte nach der störungsfreien Rückbegleitung der Versammlungsteilnehmer kurz und knapp: „Aufgrund der guten, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Polizei Rheinland-Pfalz wurde das Einsatzziel erreicht.“ (zi)

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