Bei der Kontrolle eines Fernreisebusses nahmen die Hünfelder Bundespolizisten einen 36-Jährigen fest. / Foto: privat

Bundespolizisten nehmen Schleuser fest: Einsatzkräfte aus Hünfeld bundesweit im Einsatz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Einsatzkräfte der Bundespolizeiabteilung Hünfeld sind im gesamten Bundesgebiet unterwegs, um die Sicherheit im Land zu gewährleisten. Anfang Februar gelang es ihnen, einen international gesuchten 36-Jährigen festzunehmen.

Ob im tiefen Süden oder im hohen Norden: Häufig sind bei den Einsätzen auch Hünfelder Bundespolizisten mit dabei. Seit mehr als zwei Jahren gehören Einsätze an den Grenzen zu Österreich und der Schweiz zum festen Aufgabenspektrum der Hünfelder Bundespolizeiabteilung. Ihr Schwerpunkt liegt in der Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs. Ziel ist es, die illegale Einreise zu verhindern und Schleusungen zu erkennen.

So konnten Einsatzkräfte der Hünfelder Einsatzhundertschaft am 2. Februar einen international gesuchten 36-jährigen afghanischen Staatsangehörigen am Autobahngrenzübergang in Weil am Rhein verhaften. Der Mann mit Wohnsitz in Italien war Insasse eines Fernreisebusses aus Mailand. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass gegen den Mann ein europäischer Haftbefehl zur Auslieferung nach Griechenland vorliegt.

Gegen Bezahlung hatte er dort im Jahr 2014 mehrere afghanische Staatsangehörige mit gefälschten Pässen ausgestattet und war ihnen anschließend behilflich, das Land mit einer Flugverbindung in Richtung Italien zu verlassen. Hierfür wurde er 2015 zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt, wovon noch drei Jahre und drei Monate zu verbüßen sind.

Bereits am 31. Januar hatten Kräfte der Hünfelder Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft, ein Team der Spezialisten für Türöffnungstechnik der Technischen Einsatzhundertschaft sowie weitere Kräfte der Bundespolizei fünf Wohnungen in Bremen, Halle und Hannover durchsucht. Dabei wurde ein europäischer Haftbefehl vollstreckt. Zeitgleich führten in Griechenland Maßnahmen der dortigen Polizei ebenfalls zur Vollstreckung eines internationalen Haftbefehls.

Grundlage waren Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von syrischen Staatsangehörigen mit gefälschten Dokumenten über die griechischen Flughäfen Thessaloniki und Athen. Die Syrer waren mit falschen Ausweisen nach Deutschland geflogen.

Der Vollstreckung gingen mehrmonatige verdeckte Ermittlungen des Bundespolizeipräsidiums und griechischer Behörden unter Leitung der Staatsanwaltschaft Landshut voraus. Dabei wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

Die Einsatzkräfte kehrten wohlbehalten aus den Einsätzen zurück. / sam

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