Gute Wünsche in Corona-Zeiten: Simon Sauerbier (links) und Dieter Hornung.
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Gute Wünsche in Corona-Zeiten: Simon Sauerbier (links) und Dieter Hornung.

„Sechs Jahre erfolgreiches Wirken“

Amtswechsel in Burghaun: Bürgermeister Sauerbier verabschiedet, Nachfolger Hornung vereidigt

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Wieder wird es zum 1. April einen neuen Verwaltungschef für Burghaun geben: Am Gründonnerstag wird im Rathaus Dieter Hornung (CDU) den Platz seines parteilosen Vorgängers Simon Sauerbier einnehmen. In einer Gemeindevertretersitzung wurde am Freitag der Wechsel formal vollzogen.

Burghaun - Sauerbier wurde zunächst vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Mathias Rauschenberg, im Namen der Vertretung und dann vom Ersten Beigeordneten Willy Helmke gewürdigt. „Es waren sechs anstrengende Jahre, aber Sie haben viel erreicht“, sagte Helmke. Nun gelte es, Abschied zu nehmen von der Zeit als Bürgermeister und (diese Funktion hatte Sauerbier parallel inne) Eigenbetriebsleiter der Gemeindewerke.

Der Beigeordnete Willy Helmke rief einige Punkte in Erinnerung: Die Entwicklung im Hünhan-Grubener Gebwerbegebiet, die Ansiedlung der Firma Juchheim-Börner in Steinbach, den „beinahe geräuschlosen“ Schuldenabbau und die starken Akzente bei der Digitalisierung. „Wir haben nicht immer folgen können, aber meistens lagen Sie richtig“, so Helmke: „Es waren sechs Jahre erfolgreiches Wirken.“ Sein Dank und die guten Wünsche galten auch Sauerbiers Ehefrau Carolin und der Familie. Sie wurde, wie auch Hornungs Ehefrau Anne, mit Blumen bedacht.

Burghaun: Bürgermeister Sauerbier verabschiedet, Nachfolger Hornung vereidigt

„Ich muss ganz vielen Menschen danken“, begann Sauerbier seine Antwort. Besonders nannte er das Rathaus-Team. „Wir haben in Zeiten des Mangels viel hinbekommen!“ Ganz unverzichtbar sei auch das oft jahrzehntelange ehrenamtliche Mitarbeiten vieler in der Kommunalpolitik. Er habe in seinen sechs Jahren mit Herzblut gearbeitet, aber nur eine kleine Episode gestaltet. „Es geht darum, sich als Teil eines Ganzen zu sehen“, betonte er und gab den Gremien und seinem Nachfolger diesen Rat mit:Bleiben sie beieinander!“ An die Gremien gewandt sagte Sauerbier: „Ihr habt es nicht einfach mit mir gehabt“, bevor er den „vielen tollen Mitstreitern und -denkern im Gemeindevorstand“ dankte.

Bei den Dankesworten an seine Familie und seine Frau Carolin war Sauerbier hörbar ergriffen. „Das Bürgermeisteramt, wie wir es gelebt habe, war ein Generationenprojekt“, sagte er. „Sie hat mir jede Minute den Rücken freigehalten.“ An seinen Nachfolger gewandt betonte er: „Dies ist kein Schnitt – dies ist eine Übergabe. Ich hoffe, dass Du die Geschicke der Gemeinde in väterlicher Fürsorge leitest.“

Nach seiner Vereidigung ergriff Dieter Hornung, der am 1. November zum Bürgermeister in Burghaun gewählt worden war – zum letzten Mal als Gemeindevertreter das Wort. Er dankte Sauerbier für dessen große Leistung und immensen Einsatz. Für ihn stehe nun ein Rollenwechsel bevor: Nach zehn interessanten Jahren in der Gemeindevertretung sei er nun der, der mit seiner Mannschaft das Gemeinde-Schiff steuern werde. Die Zeit in der Vertretung sei dabei sicherlich eine Hilfe: „Wir kennen uns, haben miteinander gestritten und haben uns entwickelt“, sagte er. Er setzte auf Zusammenarbeit und gegenseitiger Achtung. Sein Amt trete er „mit Demut und Respekt“ an.

Burghauns neuer Bürgermeister tritt Amt „mit Demut und Respekt“ an

Es gebe viele gute, nun fortzuführende Dinge in Burghaun. Er wolle aber auch Akzente setzen, sagte er und verwies auf die oft stiefmütterliche Behandlung der ländlichen Flächengemeinden. „Ich will meinen Beitrag leisten, um Burghaun mit seinen neun Ortsteilen liebens- und lebenswert zu erhalten.“

Ein Grußwort sprach Burghauns evangelischer Pfarrer Johannes Zechmeister, der auch im Namen seiner Amtsbrüder Franz Hilfenhaus, Winfried Vogel und Matthias Dellit das Wort ergriff. Er dankte Sauerbier für das gute Miteinander und wandte sich mit der Hoffnung auf eine Fortsetzung dieses Wegs an Hornung.

Namens des Hessischen Städte- und Gemeindebunds würdigte Geschäftsführer Harald Semler Sauerbiers „innovative Art“ und dankte für viele gute Begegnungen. Er freue sich, dass die Sachkenntnis Sauerbiers der „kommunalen Familie“ durch dessen Wechsel zum Dienstleister eKom 21 weiter zugute komme. Hornung ermutigte er, die Unterstützung seiner Organisation in Anspruch zu nehmen.

Als Nachbarbürgermeister gratulierte der Haunetaler Verwaltungschef Timo Lübeck (CDU). Er freue sich auf ein weiterhin gutes Miteinander – und er sei ein Freund interkommunaler Zusammenarbeit“, unterstrich er.

Eher kurz fassten sich die Vorsitzenden der drei Fraktionen, Karlheinz Schott (SPD), Martin Gerlach (FDP) und Christian Heß (CDU). Sie bedachten den scheidenden wie den neuen Bürgermeister und deren Ehefrauen jeweils mit einem Präsent. Heß unterstrich die Freude der Union, nach 30 Jahren in Burghaun wieder einen CDU-Bürgermeister zu haben.

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