Kleine Schäden ausbessern, um aufwändigere Reparaturen zu vermeiden – das will man am Kegelspielradweg.
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Kleine Schäden ausbessern, um aufwändigere Reparaturen zu vermeiden – das will man am Kegelspielradweg.

Schäden im Straßenbelag

Mehr Geld für Arbeiten am Kegelspielradweg: Gemeinde Burghaun verdoppelt Etat-Posten

Auch wenn das „Anradeln“ am Kegelspielradweg durch die Anrainer-Bürgermeister auch in diesem Jahr aufgrund der Pandemie ausfallen musste: Die Vorzeige-Route war dennoch Thema in der Burghauner Gemeindevertretung. Es ging ums Geld.

Burghaun - Den Punkt hatte Bürgermeister Dieter Hornung (CDU) erst zu Beginn der Sitzung auf die Tagesordnung gebracht: Mehrkosten für Reparaturen am Kegelspielradweg. 10.000 Euro Unterhaltungskosten sind im Burghauner Etat für die Instandhaltung der Radstrecke auf der alten Bahnlinie zwischen Hünfeld und Großentaft eingeplant. Doch der Bedarf liegt höher: Hornung bat die Gemeindevertretung in seiner Vorlage darum, überplanmäßig Gelder zu bewilligen und den Haushaltsposten fast zu verdoppeln: 19.200 Euro sind demnach erforderlich, um Schäden im Straßenbelag zu beheben. Burghaun teilt sich die Unterhaltung der Route mit den anderen Anrainer-Gemeinden Hünfeld und Eiterfeld.

Hornung bedauerte, dass er die Vorlage so kurzfristig auf den Weg habe bringen müssen – die Informationen waren erst am Nachmittag vor der Sitzung bei den Gemeindevertretern angekommen. Aber die Maßnahmen seien nach dem strengen Winter wichtig. Denn wenn man jetzt handele, könne man eine Verschlechterung der Situation und dann erheblich aufwändigere Reparaturen vermeiden. Er habe sich auf der Strecke ein Bild von den Schäden gemacht, sagte er. (Lesen Sie hier: Bäckerei Happ schließt Filiale in der Mittelstraße in Hünfeld - Pachtvertrag läuft aus).

Burghaun: Mehr Geld für Arbeiten am Kegelspielradweg: Gemeinde verdoppelt Etat-Posten

In der Sache folgten ihm fast alle Mitglieder der Gemeindevertretung: Bei einer Enthaltung wurden die zusätzlichen Gelder bewilligt. Allerdings gab es aus allen Fraktionen Kritik an der Kurzfristigkeit des Vorgehens. Das wecke Erinnerungen an die Arbeitsweise von Hornungs Bürgermeister-Vorgänger Sauerbier, die die Vertretung seinerzeit aus gutem Grund kritisiert habe. „Das weckt schlechte Erinnerungen“, mahnte FDP-Fraktionsvorsitzender Patrick Figge. Mit leicht spöttischem Unterton konstatierte Michael Schneider (SPD), das Verhalten der Vertretung zeige, dass Hornung als neuer Bürgermeister noch „Welpenschutz“ genieße.

Beim Punkt „Verschiedenes“ gab es dann bessere Nachrichten: „Wir haben jetzt in der Haune-Halle freies WLAN“, teilte Hornung mit. Hier sei, noch von seinem Vorgänger Sauerbier angestoßen, das Konzept „Digitale Dorflinde“ mit dem Land Hessen umgesetzt worden. Das wolle man auch für die weiteren Dorfgemeinschaftshäuser der Marktgemeinde tun. (zi)

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