Für diese noch unbebaute Fläche nördlich des Kabatec-Areals zwischen B 27 und Bahn interessieren sich Kabatec selbst und zudem ein Unternehmenszusammenschluss mit Logistik-Schwerpunkt. Burghaun hat die Entscheidung über den Verkauf der Gewerbefläche vertragt.
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Für diese noch unbebaute Fläche nördlich des Kabatec-Areals zwischen B 27 und Bahn interessieren sich Kabatec selbst und zudem ein Unternehmenszusammenschluss mit Logistik-Schwerpunkt. Burghaun hat die Entscheidung, über den Verkauf der Gewerbefläche, vertragt.

Fläche bei der B27

Burghaun vertagt Entscheidung um Verkauf der Fläche im Gewerbegebiet Gruben - Doch noch Einigung mit Kabatec?

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Mehrere Unternehmen möchten ein rund einen Hektar großes Grundstück nördlich des Kabatec-Areals im Gewerbegebiet Gruben kaufen. Eines davon ist Kabatec selbst. Burghauns Gemeindevertretung beriet am Dienstagabend über den Punkt. Sie vertagte zwar eine Entscheidung über ein Angebot, signalisierte aber deutlich ihr grundsätzliches Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.

Burghaun - Kabatec, junges, expandierendes Unternehmen und Weltmarktführer Bereich der Herstellung von Kabelbandagiermaschinen, will weiter wachsen. Diese Entwicklung stellt Burghauns Gemeindevertretung vor eine Entscheidung. Denn für die mögliche Erweiterungsfläche, die unmittelbar nördlich an den seit 2019 aktiven Standort des Unternehmens im Gewerbegebiet Gruben zwischen Bahn und B 27 grenzt, gibt es zumindest einen weiteren Interessenten. Dieser Umstand bescherte den Burghauner Gemeindevertretern eine Sitzung außer der Reihe.

Burghaun vertagt Entscheidung um Verkauf der Fläche im Gewerbegebiet Gruben

Dass Burghaun die Entwicklungsmöglichkeiten der seit 2019 dort arbeitenden Firma Kabatec am Herzen liegt, zeigte sich nicht zuletzt darin, dass deren Geschäftsführer, Markus Reisinger, in einer Sitzungsunterbrechung die Möglichkeit erhielt, der Vertretung und dem Gemeindevorstand das Unternehmen und dessen Entwicklungspläne zu präsentieren. Er schilderte die Entwicklung vom kleinen Startup, das seinen zweiten Standort im alten Burghauner Rewe-Markt gefunden hatte und von dort – inzwischen als Teil der schweizerischen Comax Aktiengesellschaft 2019 ins Grubener Gewerbegebiet gewechselt war.

Dabei warb er auch für die Leistungen von Kabatec als Ausbilder, Arbeitgeber und Steuerzahler. Kabatec benötige das Grundstück, weil das Unternehmen künftig verstärkt auf die vollautomatische Herstellung von Kabelbäumen setzen werde und dafür kundenspezifische Roboter anfertigen wolle. „Ein schlaffes Klebeband mit einem schlaffen Kabelbaum zu verheiraten ist wirklich schwierig – aber da sind wir die ersten Schritte mit Erfolg gegangen und da sehen wir unsere Zukunft“, sagte Reisinger. Angesichts des zu erwartenden Mehrbedarfs gerade an Datenleitungen im Fahrzeugen – der Geschäftsführer verwies auf das Stichwort „autonomes Fahren“ – entstehe hier ein enormer Bedarf. Ein Bau der neuen Produktionsräume sei aber erst in rund fünf Jahren aktuell, sagt er und verabschiedete sich mit dem Frage-Wunsch „Spatenstich 2026?“

Fläche im Gewerbegebiet: Einigen sich Kabatec und Burghaun? Preisvorstellungen zu weit auseinander

In nicht offizieller Sitzung erörterten die Gemeindevertreter das Thema – um schließlich ihre Entscheidung zu vertagen. Offenbar waren die Preisvorstellungen vom Kabatec/Comax auf der einen und der Marktgemeinde auf der anderen Seite doch etwas zu weit auseinander. Doch auch ein Verkauf an den konkurrierenden Anbieter, der im Logistik-Bereich zu Hause ist, wurde nicht beschlossen. „Wir möchten weiterhin vertrauensvoll mit Kabatec zusammenarbeiten“, sagt der Vorsitzende der Vertretung, Mathias Rauschenberg, (CDU). Dafür einen guten Weg zu finden, sei der Auftrag, den man dem Bürgermeister für dessen Gespräche mit dem Unternehmen mitgebe. Rauschenberg bat um Verständnis dafür, dass auch die Kommune ihrerseits ihr Handeln wirtschaftlich ausrichten müsse.

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