Die Fläche an der B 27 für das Norma-Projekt in Burghaun
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Beim Verhandeln für das Norma-Projekt an der B 27 bei Rothenkirchen (Archivfoto) habe Sauerbier Vertrauen verspielt, beklagen CDU und FDP.

Norma-Ansiedlung in Burghaun

Kritik von CDU und FDP: Bürgermeister Sauerbier verspielt Vertrauen

CDU und FDP in der Burghauner Gemeindevertretung üben in einer Pressemitteilung deutliche Kritik am Handeln des parteilosen Bürgermeisters Simon Sauerbier: Durch sein Vorgehen unter anderem beim Verfahren zur Norma-Ansiedlung verspiele er das Vertrauen der Nachbarkommunen und der Gemeindevertretung.

Burghaun - In einer mit der FDP abgestimmten und vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Heß unterzeichneten Stellungnahme werfen die Gemeindevertreter Sauerbier vor, er sei mit seinen Äußerungen zu den Ergebnissen der interkommunalen Gespräche mit der Stadt Hünfeld vorgeprescht: Der Verwaltungschef habe in der Kommunalversammlung bereits kommuniziert, dass es eine Zustimmung Hünfelds gebe, bevor die Gremien der Stadt darüber befunden hatten.

CDU und FDP erinnern daran, dass alle Fraktionen der Burghauner Gemeindevertretung das Norma-Projekt an der B 27-Abfahrt nach Rothenkirchen befürworten. Aufgrund bestehender Vereinbarungen sei aber hier ein Einvernehmen mit Hünfeld unverzichtbar gewesen. Dem Ergebnis des Mediationsverfahrens hätten im Juni sowohl die Gemeindevertretung Burghaun als auch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hünfeld einmütig zugestimmt. So habe das „konstruktive Miteinander innerhalb der Fraktionen mit Hünfeld das Fehlverhalten des Bürgermeisters Sauerbier geheilt.“ Dessen Vorpreschen sei „kein erfolgversprechender Stil für ein gutes Miteinander unter Nachbarn“.

Norma-Ansiedlung: CDU und FDP kritisieren Bürgermeister Simon Sauerbier

Zudem habe, anders als von Sauerbier kommuniziert, die Marktgemeinde Haunetal dem Bau des Norma-Marktes bisher nicht zugestimmt. Es liege nun auch hier an den Parteien, die Sache mit den Kollegen in Haunetal zu bereinigen. „Sauerbier verspielt so das Vertrauen der Nachbarkommunen und der Gemeindevertretung“, heißt es in dem Text. Auch beim Projekt „Smart Cities“ agiere der Bürgermeister unglücklich. Hier seien schon im Vorfeld Ansätze zu einer interkommunalen Zusammenarbeit der Kegelspielkommunen vorhanden und sinnvoll gewesen. Darüber habe der Rathauschef die Gemeindevertreter ebenfalls nicht unterrichtet. Auch dieser Alleingang habe Vertrauen gekostet.

Mit Blick auf Veröffentlichungen im gemeindlichen Mitteilungsblatt und in einer Zeitungsanzeige werfen CDU und FDP dem Bürgermeister vor, seine eigene Sichtweise und nicht die der Kommune zu transportieren: „Diese Berichte sind nicht mit dem Gemeindevorstand abgestimmt und missachten die Beschlüsse der Gemeindevertretung“, bemängeln sie.

Burghaun wählt am 1. November einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Sauerbier hatte im April auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt, dass er keine zweite Amtszeit anstrebe. Bereits am Aschermittwoch hatte die Burghauner CDU ihren Gemeindevertreter Dieter Hornung als Kandidaten vorgestellt. (zi)

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