Hier, im Bereich des Überholbahnhofs bei Langenschwarz, liegt einer der möglichen „Ausfädelpunkte“, an denen die neue Trasse für die zu planende neue Bahnverbindung nach Erfurt die bestehende Schnellbahnstrecke verlassen könnte.
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Hier, im Bereich des Überholbahnhofs bei Langenschwarz, liegt einer der möglichen „Ausfädelpunkte“, an denen die neue Trasse für die zu planende neue Bahnverbindung nach Erfurt die bestehende Schnellbahnstrecke verlassen könnte.

40 bis 50 Teilnehmer

Planungen für Bahnprojekt Fulda-Gerstungen gehen voran: Beteiligungsforum hat online getagt

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Die Planungen für das Bahnprojekt Fulda Gerstungen gehen voran. Am Montag kam das Beteiligungforum, in dem die aktuellen Schritt erörtert werden, zum achten Mal zusammen. In dem Online-Treffen erläuterten die Planer um Jochen Stüting, Projektleiter DB Netz AG, die weiteren Schritte. Zwischen 40 und 50 Teilnehmer beteiligten sich nach Auskunft der Bahn an dem Treffen.

Burghaun - Nun werden die zahlreichen möglichen Teilstücke im Detail verglichen. Es steht, wie das Beteiligungsforum in einer Pressemitteilung schreibt, der „Segmentvergleich“ an. Er ist Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung.

Burghaun: Planungen für Bahnprojekt Fulda-Gerstungen gehen voran

Theoretische Trassen: Innerhalb der inzwischen vorgestellten Grobkorridore werden – am Rechner – theoretische Trassenkorridore konstruiert. Ziel ist, dabei höchste Raumwiderstände zu umgehen oder aber möglichst kurz zu durchfahren. Auch Verknüpfungen zu Bestandsstrecken und möglichen Haltepunkten werden dabei berücksichtigt. Jeweils dort, wo die weitere Strecke Varianten oder Richtungsänderungen bringt, setzen die Planer „Gelenkpunkte“, welche die einzelnen Segmente begrenzen. Die Planer heben stark hervor, dass bei der kartografischen Darstellung der Linien jeweils der eine Kilometer breite Trassenkorridor „mitzudenken“ ist: Es gebe noch keine konkrete Festlegung auf diesen oder jenen Verlauf.

Weitere Infos

Die Planungsschritte für das Bahnprojekt Fulda – Gerstungen werden in einem Beteiligungsforum erörtert. Dessen bislang acht Sitzungen sind online protokolliert, auf der Website finden sich zudem die Präsentationen mit wichtigen Plänen und Einzelheiten zum Vorgehen der Planer. Dort kann man auch eine interaktive Karte nutzen, die aufschlussreiche Informationen über die Lage der „Gelenkpunkte“ und der zahlreichen erforderlichen Tunnel in den möglichen Streckenabschnitten bietet.

Segmentvergleich: Beim anstehenden Segmentvergleich werden theoretisch mögliche Streckenführungen zwischen zwei Punkten verglichen. Dabei geht es um Fragen der Raumordnung, der Belastung der Umwelt (einschließlich des „Schutzguts Mensch“) sowie um Fragen von Wirtschaft und Verkehr. Hier kommen dann Vorgaben wie die 62-minütige Fahrzeit für die Strecke Fulda – Erfurt, aber auch Kostenaspekte ins Spiel. Dabei sind diese Vergleichspunkte gleichwertig. Erst in einer weiteren vergleichenden Bewertung dieser Ergebnisse können dann Variantenabschnitte beschrieben werden. Dabei können in Teilstücken auch in etwa gleichwertige Abschnitte konkurrierend weiterverfolgt werden. Das Ergebnis des Segmentvergleichs soll bei der nächsten Sitzung vorliegen.

Neuer Ausfädelpunkt: Mit Hilfe der Homepage des Beteiligungsforums besteht nicht nur die Möglichkeit, die Diskussion zu verfolgen, sondern auch die Chance, Vorschläge einzubringen. Aufgrund einer solchen Anregung gibt es nun einen weiteren „Ausfädelpunkt“ im Kiebitzgrund: Ausfädelpunkte sind stellen, wo die neue Trasse von der bestehenden Schnellbahnstrecke abzweigt. Der neue Punkt, der nun neben anderen möglichen Stellen wie dem Überholbahnhof bei Langenschwarz Teil der Überlegungen geworden ist, liegt zwischen Sandlofs und Schlotzau.

Nächste Termine: Für die nächste Sitzung des Beteiligungsforums gibt es noch kein festes Datum. Sie soll aber nach Auskunft der Bahn zum Ende des zweiten Quartals, also vermutlich Ende Juni, stattfinden. Dort werden die Ergebnisse des Segmentvergleichs vorgestellt. Über den Projektstand will die Bahn aber nicht nur das Forum, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger der Region informieren. Hierzu ist ein virtueller Infomarkt mit einer Online-Bürgerinformationsveranstaltung angedacht.

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