Symbolbild: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Burghaun will Biber zum Umzug bewegen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Großenmoor - Weil der Biber den Großenmoorern zu nahe rückt, werden in den nächsten Tagen zwei oder drei Staudämme, die er im Bruchgraben errichtet hat, entfernt. Das ist das Ergebnis eines Ortstermins, an dem neben der Gemeinde Burghaun die Vertreter der Naturschutzbehörde, der Wasserbehörde, der Naturschutzverbände und des Forstamts teilnahmen.

Dies ist einer der stattlichen Dämme, die der Biber im Kiebitzgrund gebaut hat. Sie werden in Absprache mit der Naturschutzbehörde in der nächsten Zeit entfernt. / Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Das Öffnen der mühsam gebauten Dämme soll den Tieren signalisieren, dass sie – an diesem Ort – nicht erwünscht sind. Weil Biber aber auch im übertragenen Sinne eher dickfellig sind, kann es durchaus sein, dass sie auf die Störung nicht mit einem Umzug, sondern einfach mit einem nächtlichen Reparatureinsatz reagieren. Daher sollen in den kommenden Wochen die Stellen kontrolliert und eventuell neu errichtete Stauwände erneut entfernt werden.

„Wir wollen den Biber nicht aus dem Kiebitzgrund vertreiben“, betont Bürgermeister Sauerbier – die Art gehöre wie die anderen auch zur heimischen Natur. Aber es gelte, ihm behutsam, aber nachdrücklich klarzumachen, dass er den Bereich des Bruchgrabens gewissermaßen nur als Verkehrsweg und nicht als „Wohnzimmer“ nutzen könne. Wenn es nach dem Willen der Verantwortlichen geht, dann soll das stattliche Nagetier in Richtung Großes Moor umziehen. Damit für die Biber das neue Areal auch außerhalb des eigentlichen Moorgebiets an Attraktivität gewinnt, sollen einige derzeit noch in Rohren verlaufende Teile des Bruchgrabens wieder geöffnet werden.

Übrigens: Als kürzlich in Hechelmannskirchen ein Großbrand die Feuerwehren in Atem hielt, hatte sich der Biberdamm durchaus als nützlich erwiesen: An der „Bio-Staumauer“ im Bruchgraben war das Wasser hinreichend tief, um dort die Pumpe zum Nachfüllen der Tanklöschfahrzeuge zu platzieren.

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