Fotos: Schulamt, Karl-Heinz Burkhardt

Christian Pießnack ist neuer Leiter der Lichtbergschule

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Eiterfeld - Mit dem zweiten Halbjahr bekommt die Lichtbergschule in Eiterfeld einen neuen Leiter: Nachfolger von Helmuth Herbst (65), der sich in den Ruhestand verabschiedet, wird Christian Pießnack. Der 40-Jährige ist zurzeit Studiendirektor am Wigbertgymnasium in Hünfeld.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

An Ostern des Jahres 1960 wurde Helmuth Herbst in Eiterfeld eingeschult, seitdem hat die Schule ihn nicht mehr losgelassen: erst als Schüler, dann als Lehrer. „An Ostern sind es 60 Jahre, die ich in der Schule verbringe“, sagt er schmunzelnd. Nach der Grundschule folgten das Abitur am Gymnasium, das Studium an der Gesamthochschule in Kassel, das Referendariat an der Gesamtschule in Niederaula, und schließlich, im Jahr 1979, kam die Lichtbergschule.

Pießnack tritt Nachfolge am 1. Februar an

Vor zehn Jahren wurde Herbst in der Nachfolge von Friedhelm Bott Leiter der Schule, die unter ihrem Dach die Schulformen Haupt- und Realschule, einen gymnasialen Zweig und eine Förderstufe vereint. Nun sind es nur noch wenige Tage, bis Herbst in den Ruhestand wechselt. Bis dahin gibt es für ihn noch einiges tun: In einer arbeitsintensiven Zeit mit dem Schreiben der Zeugnisse und dem Erstellen der Stundenpläne fürs nächste Halbjahr muss er seine Übergabe regeln.

Erfreulich ist, dass es einen fliegenden Wechsel gibt: Neuer Schulleiter wird Christian Pießnack, der die Nachfolge von Herbst zum 1. Februar antritt. Er arbeitete bisher an der Wigbertschule in Hünfeld, wo er als Studiendirektor bereits die gymnasiale Oberstufe leitete. Vorher war er an der Winfriedschule in Fulda tätig, in der er die Fächer Deutsch und Geschichte unterrichtete. Pießnack, der gebürtig aus Guben in Brandenburg stammt, hat sein Studium und Referendariat in Potsdam absolviert. Weitere Stationen waren Abordnungen an das Schulamt Fulda, das Studienseminar für Gymnasien in Fulda sowie an die Hessische Lehrkräfteakademie.

Schulamtsleiter: Pießnack erfüllt Voraussetzungen

Wie Stephan Schmitt, Leiter des Staatlichen Schulamts, berichtet, habe es zwei Bewerbungen gegeben. Eine habe allerdings nicht die Anforderungen erfüllt. Pießnack verfüge über die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die Position. In Hünfeld habe er Leitungserfahrungen sammeln können und als Hilfsdezernent im Gymnasial- und Gesamtschuldezernat „umfassende Kenntnisse in der Schulverwaltung“.

Über seine Nachfolge zeigt sich Helmuth Herbst erfreut: „Ich bin sehr positiv eingestellt, dass das funktioniert. Christian Pießnack ist ein junger Kollege, der von einer anderen Schule kommt und die Dinge vielleicht auch mal aus einer anderen Perspektive betrachtet.“ Herbst blickt nun auf eine lange Zeit „mit vielen positiven Ereignissen“ zurück, sagt er. An seinem Beruf schätzt er besonders, dass Lehrer zum einen mit jungen Leuten arbeiten dürfen und zum anderen viele Schüler kennenlernen: „Es ist schön, die Schüler dann auch später zu erleben, wenn sie selbst Eltern sind und einen Beruf ergriffen haben.“ Wenn man eine Karte nehmen und markieren würde, wo seine früheren Schüler heute lebten, „dann würden überall auf der ganzen Welt kleine Nadeln stecken“.

„Aufgaben eines Schulleiters sind anstrengender geworden“

Auf der anderen Seite unterstreicht Herbst aber auch: „Die Aufgaben eines Schulleiters sind im Laufe der Zeit anstrengender geworden, weil es immer wieder viele Veränderungen gibt.“ Stichpunkte seien Ganztagsschule und Inklusion. Auch müssten heute beispielsweise mehr dokumentiert und mehr Pläne geschrieben werden. Immer mehr werde verlangt, Schulen wie große Unternehmen zu managen, sagt Herbst. Und sicherlich werden die Aufgaben nicht weniger, wenn eine Schule in den kommenden Jahren abgerissen werden soll: Denn bis 2025 wird die Lichtbergschule neu gebaut.

Wie er seinen Ruhestand nun genießen wird, weiß Helmuth Herbst noch nicht. Nach der offiziellen Verabschiedung in der kommenden Woche, „werde ich wohl erst einmal ein paar Tage brauchen, um durchzuatmen“, sagt er lachend.

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