Noch viel Platz im Becken war am Montagnachmittag im Eiterfelder Badepark.
+
Noch viel Platz im Becken war am Montagnachmittag im Eiterfelder Badepark.

Badesaison 2021

Öffnung in Corona-Zeiten: Wie die Freibäder in Eiterfeld und Gotthards die ersten Tage erlebt haben

  • Harry Wagner
    VonHarry Wagner
    schließen

Im Hünfelder Freibad Haselgrund beginnt heute mit Spannung erwartet die Badesaison 2021. Hingegen hatten der Badepark Eiterfeld und das Freibad in Gotthards am Montag schon Tag drei nach der Öffnung – mit dankbaren Badegästen, aber überschaubarer Resonanz. 

Eiterfeld/Gotthards - Landschaftlich gesehen können es mit dem Bad in Gotthards nur wenige im Landkreis Fulda aufnehmen – eine kleine, gemütliche Anlage mit Strandkörben, Liegestühlen und viel Platz unter schattenspendenden Bäumen. 250 Badegäste dürfen rein, Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Die waren es am frühen Montagnachmittag längst nicht: Etwa 40 Wasserratten wurden gesichtet. Sie allerdings mussten nicht hektisch auf die Uhr blicken, weil man im Gotthardser Bad – einmal drin – den ganzen Tag bleiben darf, während anderswo wegen Corona online Zeitfenster gebucht werden müssen.

Das wird auch die insgesamt acht Frühschwimmer freuen, die vormittags in aller Ruhe ihre Bahnen ziehen können. „Viele unserer Badegäste haben mich angesprochen und freuen sich, dass es diesen Zeitdruck bei uns nicht gibt“, sagt Brigitte Ader, die mit ihrer Familie das Kassenhäuschen managt und den Kioskverkauf betreibt und vor allem über eines staunt: „Ich bin überrascht, wie viele Menschen schon eine Impfung haben.“

Corona: Freibäder in Eiterfeld und Gotthards ziehen nach Öffnung eine erste Bilanz

Zum Auftakt am Samstag passierten in Gotthards 150 Personen die Kasse, am Sonntag waren es dann 200. Eine Zählmaschine meldet, wenn die Grenze erreicht ist. Am nächsten heißen Wochenende könnte der kritische Wert erstmals erreicht werden. Denn nicht nur die Nüsttaler mögen ihr Schwimmbad. „Wir haben viele Gäste von außerhalb“, sagt Brigitte Ader. Eine Dame aus Hünfeld kommt extra nach Gotthards, obwohl sie direkt am Haselgrund-Freibad wohnt: „Hier ist es einfach schöner.“ Und weil das Freibad unterhalb von Schloss Bieberstein wegen Sanierung noch nicht geöffnet ist, suchen auch die Menschen aus Hofbieber und Langenbieber Abkühlung bei den Nachbarn. Welche Freibäder außerdem in diesem Jahr öffnen, erfahren Sie in unserer Übersicht.

Von einem Ansturm war am Montag auch im Eiterfelder Badepark nicht zu reden. Hauptsächlich einige ältere Mitbürger hatten sich per Online-Buchung eines der drei vorgesehenen Zeitfenster für ihren Besuch gesichert, auch ein paar Kinder plantschten durch das kühle Nass. Rund 30 Personen waren am gestrigen Nachmittag zugegen. „Den Frühschwimmern gefällt es auch, wenn es etwas ruhiger ist“, sagt Bademeister Lukas Müllner lachend. Rund 100 Badegäste wurden am Samstag insgesamt gezählt, 150 am Sonntag. „Die Leute müssen sich erst noch an die Gegebenheiten gewöhnen, ich denke schon, dass es bald voller wird“, glaubt Müllner, der die Regelungen mit dem „Schwimmen im Schichten“ für sinnvoll hält: „Jeder, der gebucht hat, weiß, dass er auch an einem brüllend heißen Tag zu seinen reservierten Zeiten Eintritt erhält und nicht Gefahr läuft, wieder weggeschickt zu werden.“

Bademeister aus Eiterfeld glaubt nicht, dass Corona-Regeln in dieser Badesaison noch aufgehoben werden

Auch bei weiterhin günstigem Infektionsverlauf glaubt er nicht, dass die Corona-Regeln und Einschränkungen in dieser Saison noch aufgehoben werden. Die Hoffnung allerdings stirbt zuletzt: „Morgens schaue ich immer als Erstes nach den Inzidenzzahlen.“ Müllner nimmt auch täglich Kontakt zu seinen Kollegen in anderen Schwimmbädern auf, damit man seine Erfahrungen teilen kann.

Eines allerdings ist geblieben zu „gewöhnlichen“ Jahren: Schwimmbadverpflegung. Bratwürstchen, (hausgemachter) Kuchen, Kaffee oder Bier stehen sowohl in Eiterfeld als auch in Gotthards für die Gäste bereit.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema