Hünfeld bewirbt sich als zweite Stadt im Landkreis Fulda als Modellregion für eine Öffnungsstrategie in der Corona-Pandemie.
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Hünfeld bewirbt sich als zweite Stadt im Landkreis Fulda als Modellregion für eine Öffnungsstrategie in der Corona-Pandemie.

Testzentrum am Rathaus

Corona-Öffnungen: Hünfeld bewirbt sich ebenfalls als Modellregion - Bürgermeister: Sind prädestiniert

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Mit Hünfeld bewirbt sich im Landkreis Fulda eine zweite Stadt als Modellregion für eine Öffnungsstrategie. Die Stadt sei geradezu prädestiniert als Modellregion, heißt es vonseiten der Stadt. Der gesamte Versorgungsbereich sei in der Innenstadt gebündelt.

Hünfeld - Helmut Käsmann, Pressesprecher der Stadt Hünfeld, bestätigt die Bewerbung gegenüber unserer Zeitung am Freitagmorgen: „Die ist heute auf die Reise gegangen.“ Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) habe sich deshalb an den Chef der hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, gewandt.

Tschesnok habe sich mit dem Verein City-Marketing und anderen Akteuren vor Ort abgestimmt. Sie alle sehen Hünfeld für eine Modellregion für Öffnungen in der Corona-Pandemie hervorragend aufgestellt, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Es ist die zweite Bewerbung im Landkreis Fulda: Bereits am Mittwochabend hatte die Stadt Fulda ihre Bewerbung als Modellregion eingereicht.

Bürgermeister Benjamin Tschesnok: Hünfeld prädestiniert als Modellregion

„Der gesamte Versorgungsbereich bündelt sich bei uns auf einem Radius von 500 Metern in der Innenstadt“, heißt es in der Pressemitteilung. Darunter fallen Supermärkte, Gastronomie, und der weitere Einzelhandel. So etwas gebe es in anderen Städten kaum noch. Und auch Teilbereiche der Kultur etwa mit der Stadtbibliothek und der Stadthalle, die ebenfalls im 500-Meter-Radius liegen, ließen sich einbinden.

„Unser Ansatz ist es, nicht nur die Kunden zu testen, sondern auch die Mitarbeiter“, erklärt Helmut Käsmann, Pressesprecher der Stadt Hünfeld gegenüber unserer Zeitung. Vier Schnelltestzentren gebe es in der Haunestadt bereits, ein weiteres direkt in der Innenstadt könne problemlos aufgebaut werden. Bürgermeister Benjamin Tschesnok stellt sich dies etwa im Bereich des Rathauses vor.

Der Bürgermeister hat die Bewerbung Hünfelds als Modellregion vor allem deshalb auf den Weg gebracht, weil er in Sorge um die Zukunftsentwicklung der Hünfelder Innenstadt ist: „Wir haben seit Jahrzehnten in Hünfeld alles dafür getan, damit unsere Innenstadt lebendig und vital bleibt, die Abwanderung großflächigen Einzelhandels ‚auf die grüne Wiese‘ verhindert.“ Corona bringe das Konzept in Gefahr.

Hünfeld und Fulda als Modellregion: Landkreis unterstützt Bewerbung beider Städte

Das sehen auch Fuldas Einzelhändler so, unter anderem City-Marketing und IHK hatten deshalb positiv auf die Bewerbung Fuldas als Modellregion reagiert. Der Landkreis Fulda freut sich über die Bewerbung beider Städte. Dies teilt der Kreis in einer Pressemitteilung mit: „Wir unterstützen das Vorhaben Fuldas und Hünfelds, da die Öffnungen ein Schritt auf dem Weg zurück in Richtung Normalität sein können.“

„Es ist für mich gut vorstellbar, dass neben dem Oberzentrum Fulda auch das Mittelzentrum Hünfeld in diesen Modellversuch aufgenommen wird, um eine vergleichende Betrachtung von Zentren unterschiedlicher Ausprägung vornehmen zu können“, sagt Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok. Er hoffe, dass sich die Landesregierung sowohl für Fulda als auch Hünfeld als Modellregion entscheide.

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