Corona in Hünfeld: Eberhard Fennel (von links), Sonja Raschka, Steffen Bott, Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Frederick Schmitt und Sebastian Mock sehen sich für den Impf-Marathon gut vorbereitet.
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Die Impfwilligen können kommen: Eberhard Fennel (von links), Sonja Raschka, Steffen Bott, Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Frederick Schmitt und Sebastian Mock sehen sich für den Impf-Marathon gut vorbereitet.

Nach 14 Tage Vorbereitungen

Hünfelds Impfzentrum öffnet - Zunächst keine Garantie für Impfung mit Biontech 

Die letzten Vorbereitungen in der Klinik laufen auf Hochtouren: Am Mittwoch, 8. Dezember, geht das neue gemeinsame Impfzentrum des DRK-Kreisverbandes Hünfeld und der Helios St. Elisabeth-Klinik Hünfeld an den Start.

Hünfeld - „Wie wichtig dieses Angebot ist, zeigt sich allein daran, dass binnen 24 Stunden die erste Charge von 2400 Terminen bis zum 2. Januar bereits ausgebucht ist“, sagt Klinik-Geschäftsführer Sebastian Mock. Die Klinik habe das Corona-Impfzentrum binnen zwei Wochen aus dem Boden gestampft. Am Freitag hatten er und der ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Andreas Rügamer, die Mitarbeitenden vom DRK in das Zentrum eingewiesen.

DRK-Präsident Dr. Eberhard Fennel bezeichnete es als den richtigen Weg, die Kräfte beider Partner zu bündeln, um den Menschen im Hünfelder Land schnell ein attraktives Angebot machen zu können. Die niedergelassenen Ärzte leisteten, was sie könnten. Angesichts der gewaltigen Herausforderungen dieser Pandemie sei ein zusätzliches Angebot aber dringend erforderlich gewesen, erklärte Fennel.

Corona: Hünfelds Impfzentrum öffnet - Zunächst keine Garantie für Biontech 

Die Personalgewinnung, Bereitstellung und Einsatzplanung hat der DRK-Kreisverband übernommen. Fennel lobte die große Bereitschaft von hoch qualifizierten Ärzten, aber auch von medizinischen Fachangestellten aus der Region, für diese anspruchsvolle Herausforderung zur Verfügung zu stehen.

Dies bestätigte auch die DRK-Kreisverbandsärztin Dr. Sonja Raschka, die sich gemeinsam mit dem Gesundheitsdezernenten und Ersten Kreisbeigeordneten Frederick Schmitt und Bürgermeister Benjamin Tschesnok (beide CDU) ein Bild von den Vorbereitungen machte. Dieses Angebot schließe eine wichtige Lücke in der Versorgung für den nördlichen Kreisteil, betonte Schmitt. (Mit dem Corona-Ticker für den Kreis Fulda bleiben Sie auf dem Laufenden)

Corona-Impfzentrum von DRK und Helios Klinik - Tschesnok dankte den Beteiligten

Tschesnok dankte den Beteiligten, dass aus den Gesprächen, an denen er anfangs beteiligt war, so schnell praktische Angebote geworden seien. Das zeige einmal mehr, dass die Netzwerke in Hünfeld intakt seien und zu guten Ergebnissen führten.

„Nach den ersten Tagen praktischer Erfahrungen im Betrieb soll entschieden und bekannt gegeben werden, wann das nächste Zeitfenster geöffnet werden kann“, erläuterten Fennel und Mock. Vom 8. Dezember an wird das Impfzentrum mittwochs, freitags und samstags (auch am 24., 25., 31. Dezember und am 1. Januar) jeweils acht Stunden in Betrieb sein. Geimpft wird bevorzugt mit dem Impfstoff Comirnaty von Biontech, so weit dieser für den Start in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt wird.

Vorsorglich hat die Klinik auch den völlig gleichwertigen mRNA-Impfstoff von Moderna geordert, der allerdings nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) nur an über 30-Jährige verimpft werden soll. Es kann deshalb zumindest in der ersten Woche nicht garantiert werden, dass jeder zu Impfende Biontech erhält.

Keine Garantie für Impfung mit Biontech - Termin kann storniert werden

Wer auf einer alleinigen Impfung mit Biontech besteht, wird deshalb gebeten, seinen gebuchten Impftermin gegebenenfalls über das Portal zu stornieren, damit der Termin neu vergeben werden kann und ein anderer Impfwilliger zum Zug kommt. Einmal aufgezogen, muss der Impfstoff innerhalb kurzer Zeit genutzt werden. Ansonsten müssten Impfdosen entsorgt werden. Dies sei aufgrund der hohen Nachfrage aber nicht zu verantworten, heißt es.

Das Impfzentrum ist barrierefrei über den Haupteingang der Klinik zu erreichen. Die Räumlichkeiten befinden sich im Erdgeschoss und sind entsprechend ausgeschildert.

Zwischen dem Bürgermeister und dem DRK-Präsidenten wurde weiterhin verabredet, dass das DRK in Hünfeld auch wieder einen Fahrdienst für ältere Bürgerinnen und Bürger sowie für Menschen mit Einschränkungen anbieten wird. Falls diese nicht über Nachbarschafts- oder Verwandtenhilfe das Impfzentrum an der Klinik erreichen könnten, besteht die Möglichkeit, sich unter der Telefonnummer (06652) 9670-0 an das DRK in Hünfeld zu wenden. (hw)

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