Im Austausch (von links): Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Jörg Bachmann, Gitta Grafe-Hodes und Dimitra Siebert.
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Im Austausch (von links): Bürgermeister Benjamin Tschesnok, Jörg Bachmann, Gitta Grafe-Hodes und Dimitra Siebert.

„Citycard“ soll kommen

Stadt Hünfeld sichert Einzelhandel im Gespräch mit City-Marketing Unterstützung in Corona-Zeiten zu

Die Stadt Hünfeld betont ihre Absicht, dem unter dem Corona-Lockdown leidenden örtlichen Einzelhandel tatkräftig zu unterstützen. Das schreibt die Kommune nach einem Treffen von Vertretern des Vereins Hünfelder City-Marketing mit Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) in einer Pressemitteilung.

Hünfeld - „Wir werden dem Hünfelder Einzelhandel zur Seite stehen, sobald die Läden wieder geöffnet werden können“, versprach Bürgermeister Tschesnok in einem Arbeitsgespräch mit Gitta Grafe-Hodes, der Vorsitzenden des Vereins Hünfelder City-Marketing, sowie den Vorstandsmitgliedern Dimitra Siebert und Jörg Bachmann.

Dazu wurden bereits verschiedene Initiativen entwickelt. So hat die Stadt Hünfeld schon zu Beginn der Corona-Krise auf ihrer Webseite huenfeld.de einen Hünfelder Marktplatz eingerichtet, auf dem Gewerbetreibende aus Hünfeld ihre Angebote auch während der Schließungsphase darstellen können. Tschesnok hoffe, dass auch die Fertigstellung des Rathauses im Sommer zu einer besseren Besucher- und Kundenfrequenz in der Innenstadt beitragen werde.

Hünfeld: Die Vision vom Kaufhaus - Stadt sichert Einzelhandel mit City-Marketing Unterstützung zu 

Gemeinsam mit City-Marketing will die Stadt eine „Citycard“ einführen, die den Hünfelder Einzelhändlern als Instrument der Kundenbindung dienen kann. Dazu seien bereits erste Gespräche geführt und Angebote eingeholt worden, teilt der Bürgermeister mit. Ihm sei daran gelegen, dass die Innenstadt auch in der öffentlichen Wahrnehmung der Bürgerschaft wieder zu der „guten Stube“ Hünfelds werde. Weiterhin seien mit heimischen Vereinen bereits Überlegungen diskutiert worden, eine Vereinsmesse zu veranstalten, die in der Innenstadt stattfinden solle, sobald es die Corona-Pandemie wieder zulasse.

Die Innenstadt bleibe nur vital, wenn es eine gesunde Mischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen gebe. Deshalb ist der Bürgermeister froh, dass sich die Gewerbetreibenden aus der Innenstadt intensiv in die Diskussion über die künftige Gestaltung des öffentlichen Straßenraums rund um das Rathaus eingebracht hätten. Allerdings seien sich City-Marketing und die Stadt einig, dass in einem ersten Schritt zunächst nur die Rathausstraße hinter dem Rathaus neu gestaltet werden solle. Nach den herben Einschnitten durch die Pandemie und Belastungen durch die lange Rathaus-Umbauzeit brauche die Innenstadt zunächst eine Phase der Erholung, sagte Tschesnok. (Lesen Sie hier: Extremsportler und Popstar Joey Kelly macht im Rahmen seiner Challenge Station auf Point Alpha).

Benjamin Tschesnok: Durch die Pandemie und den Rathaus-Umbau braucht die Innenstadt Erholung

In dieser Zeit werde die Stadt alles in ihren Kräften stehende tun, wieder zu einer Belebung der Innenstadt beizutragen. Deshalb sei er froh, dass der Finanzausschuss bereits grünes Licht gegeben habe, dass die Gebühren für Straßengastronomie und Verkaufsstände im öffentlichen Verkehrsraum bis zum Jahresende ausgesetzt werden sollen.

Wichtig sei ihm auch im Zeichen der zunehmenden Digitalisierung, dass sich Hünfeld als Einheit mit Service-Qualität nach außen präsentiere, macht der Bürgermeister deutlich. Die Stadt wolle dabei helfen, dass die stationären Einzelhändler die Chance hätten, ihre Angebote und Waren auch digital anbieten zu können. Für den Kunden habe dies den Vorteil, dass er Ansprechpartner, qualifizierte Beratung und Service vor Ort habe und trotzdem bequem von zu Hause seine Einkäufe im „Kaufhaus Hünfeld“ tätigen könne. Das sei die Vision, so der Bürgermeister, für die er auch die Einzelhändler gewinnen wolle.

Stadt wolle dabei helfen, dass die Einzelhändler die Chance hätten, ihre Angebote auch digital anzubieten

Begrüßt wurden durch den Vorstand des City-Marketings die Pläne, auf dem Gelände der ehemaligen Klostergärtnerei neben einem Gesundheitszentrum und Wohnungen auch Lebensmitteleinzelhandel anzusiedeln, da dies im Gegensatz zu Angeboten auf der „grünen Wiese“ die Innenstadt stärke. (zi)

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