Michael Müller mit einem umgebauten Mountainbike in seinem Werkstatt-Geschäft.
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Michael Müller mit einem umgebauten Mountainbike in seinem Werkstatt-Geschäft.

Warum nicht umrüsten?

Spar-Idee in der Corona-Krise: Ganz einfach wird aus dem eigenen Fahrrad günstig ein E-Bike

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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In der Coronavirus-Krise entdecken viele das Radfahren - und auch das E-Bike-Fahren - für sich. Das merken auch die kleinen Fahrradhändler wie Michael Müller, der in Neukirchen Fahrradzubehör und Service anbietet und Fahrräder zu E-Bikes umrüstet.

  • In Coronavirus-Zeiten ist die E-Bike-Nachfrage groß. Michael Müller aus Neukirchen macht aus einem hochwertigen Fahrrad ein Rad mit Elektromotor. Zu einem vergleichsweise attraktiven Preis.
  • Beim einem Umbau zum E-Bike wird in aller Regel ein Motor an das Tretlager des normalen Fahrrads angebaut.
  • Voraussetzung für den E-Bike-Umbau ist, dass die Bremsen an dem Fahrrad belastbar sind sowie Kette und Zahnkränze nicht abgenutzt sind.

Neukirchen - Bei „Service“ geht es in der Feldstraße nicht nur um Wartung und Reparaturen – hier wird auch umgebaut: Wer ein hochwertiges Fahrrad besitzt und es weiterhin – aber gerne mit Elektromotor – fahren möchte, der ist bei Müller an der richtigen Stelle.

Umrüstung beim Fahrradhändler als Alternative zum klassischen E-Bike

Doch längst nicht jedes Rad besteht die „Aufnahmeprüfung“. Den Wunsch, das vertraute Fahrrad zu behalten, könne er gut verstehen, sagt Müller. Doch bevor über Umbau und Motor geredet werden könne, müssten eine Reihe Punkte stimmen.

„Mit das Wichtigste ist die Bremsanlage – die muss wirklich in Ordnung und belastbar sein“, betont Müller. Kette und und Zahnkränze dürften nicht abgenutzt sein – oder sie müssten ausgetauscht werden. Zudem rate er dringend dazu, nur Räder mit Federgabel umzubauen.

Vergleichsweise günstiger Preis in der Coronavirus-Krise

Wenn diese Punkte abgehakt sind, kann man den Umbau ins Auge fassen. Dann wird in aller Regel ein Motor an das Tretlager angebaut. Bei den Akkus gibt es unterschiedliche Leistungsstufen – und am Ende steht ein E-Bike zu einem vergleichsweise attraktiven Preis. Das ist in Zeiten, in denen aufgrund des Nachfrage-Schubs E-Bikes „von der Stange“ allmählich knapp werden, eine interessante Option.

Seine E-Komponenten bezieht Müller meist direkt von chinesischen Herstellern – und freut sich, dass viele der Produzenten inzwischen stabile Vertriebsketten bis nach Europa aufbauen. Vor allem Motore des Herstellers Bafang werden verbaut. Ganz aktuell gibt es ein Performance-Update für die Motoren, das Müller bei Probefahrten gerne vorstellt und auf bereits eingebaute Maschinen aufspielt

Auch Tourenräder und Mountainbikes können zu E-Bikes werden

Wer kein eigenes Rad zum Umrüsten findet, aber genau beschreiben kann, wie sein neues Gefährt aussehen kann, für den sucht Müller auch online nach einem geeigneten Modell. Da gebe es in Zeiten des großen Umsteigens auf E-Bikes oft wirkliche Schnäppchen. Auch so können sich gute klassische Tourenräder oder Mountainbikes zum E-Bike wandeln und ein neues Leben beginnen.

Weil Zubehör rund ums Rad zunehmend gefragt ist, hat Müller in seinem Werkstattgeschäft das entsprechende Angebot stark ausgebaut. Ob Helme oder Sättel, Luftpumpen, Schlösser, Pedale oder Lenkergriffe: Hier können die Radler sich mit passenden Stücken ausstatten. Und wenn mal die Luft raus und das Rad platt ist: Hier gibt es auch Reifendecken und passende Schläuche.

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