Dieter Wedel / Foto: Imago

Dieter Wedel beim Neujahrsempfang in Eiterfeld

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Eiterfeld - Einen optimistischen Blick in die Zukunft hat der Eiterfelder Bürgermeister Hermann Josef Scheich (parteiunabhängig) beim Neujahrsempfang der Marktgemeinde geworfen. Höhepunkt des Abends war allerdings Ehrengast Dieter Wedel, renommierter Regisseur und Intendant der Hersfelder Festspiele. Vor rund 110 Unternehmern und Vertretern der Feuerwehren gab er Einblick in seine Arbeit.

Es sei ein ereignisreiches Jahr 2015 gewesen, sagte Bürgermeister Scheich zu Beginn und erinnerte an die großen Krisen der Welt, angefangen von der Griechenland- bis zur Flüchtlingskrise. „In Eiterfeld war es zum Glück nicht ganz so spektakulär“, betonte er augenzwinkernd. Dennoch erinnerte er an einige Höhepunkte, darunter den Besuch der Sternsinger bei Papst Franziskus vor einem Jahr, die 1200-Jahrfeiern in Treischfeld und Großentaft sowie die Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen wie den Ausbau der Breitbandversorgung.

Die finanzielle Situation der Gemeinde sei „nicht rosig, aber grundsolide“, erklärte er. Die großen Themen des Jahres 2016 seien die Energiewende und insbesondere Buchenau als wahrscheinlicher Standort für Windkraftanlagen sowie die Bereitstellung von Unterkünften für Asylbewerber. Lob gab es für die vielen ehrenamtlich engagierten Bürger und die Vereine, die das soziale und kulturelle Leben in Eiterfeld förderten. Wedel begeistert durch Charme und Witz

Aufschlussreiche Einblicke in sein Leben bot schließlich Dieter Wedel, dessen Einladung zum Neujahrsempfang auch dank des Eiterfelder Politikers und Musikproduzenten Diether Dehm zustande gekommen war. Der Regisseur berichtete mit Charme und Witz – vor allem aber sehr ausführlich und ausdauernd – unter anderem von seiner vorherigen Arbeit bei den Festspielen in Worms und gelegentlichen „Texthängern“ der Schauspieler, die zu kuriosen Szenen führten. Er erklärte aber auch seine Beweggründe, in der Hersfelder Stiftsruine im Sommer „Hexenjagd“ von Arthur Miller aufzuführen. Das Drama sei sehr aktuell, denn auch heute noch werde „ja immer irgendeine Sau durchs Dorf getrieben“. Zwischendurch rezitierte Wedel immer wieder aus Shakespeares Hamlet und Macbeth und nahm schließlich Stellung zu den Querelen um seinen Vorgänger Holk Freytag und der Hersfelder Haushaltssperre: „Da war ich unheimlich sauer.“

Mehr lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Fuldaer und Hünfelder Zeitung sowie im E-Paper.

Das könnte Sie auch interessieren