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Mit eigenen Händen etwas schaffen: 64 Gesellen freigesprochen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - 64 Lehrlinge, die vor drei Jahren eine Ausbildung im Bauhandwerk begonnen haben, haben am Freitagabend im Alten Lokschuppen ihre Gesellenbrief überreicht bekommen. Bei der Freisprechungsfeier der Dachdecker-, der Bauhandwerks- und der Zimmerer-Innung Fulda feierten die jungen Handwerker ihre bestandenen Prüfungen.

Von unserem Redaktionsmitglied Lukas Arndt

Michael Schlereth freut sich. Zusammen mit 63 anderen Lehrlingen hat der 22-Jährige die Prüfung zum Gesellen geschafft. Seit kurzem trägt er ein silbernes Wappen auf goldenem Grund auf seiner Gürtelschnalle. Schlereth erklärt, was es damit auf sich hat: „Lehrlinge haben kein Wappen auf ihrer Gürtelschnalle. Gesellen habe ein silbernes auf goldenem Grund und Meister ein goldenes auf silbernem Grund.“ Drei Jahre Ausbildung liegen hinter den jungen Menschen. Heute wollen sie sich mit einer Feier belohnen.

„Mit eigenen Händen etwas schaffen“

Doch bevor es ans Buffet geht, stehen Ansprachen von Innungs-Obermeistern, Vorsitzenden der Prüfungsausschüsse und Ausbildern an. Darin werden den Gesellen vor allem Mut für die Zukunft gemacht. „Es gehen drei- bis viermal mehr Handwerker in Rente, als wir nachbilden. Bleibt in diesem Beruf, es kommt nicht viel nach“, rät Markus Günther, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Hochbau.

Etwas spiritueller äußert sich Jürgen Berg, Obermeister der Dachdecker-Innung Fulda: „Es gibt nichts Schöneres, als mit seinen eigenen Händen etwas zu schaffen.“ Das ist auch die Meinung von Gregor Faust (20), der eine Ausbildung zum Maurer abgeschlossen hat: „Es hat mir einfach Spaß gemacht, etwas zu errichten, was dann ein Leben lang stehen bleibt. Wenn man dort dann vorbei fährt, kann man sagen: Hey, da war ich dabei!‘.“

Einen ausführlichen Bericht mit eine Liste aller Absolventen finden Sie in der Montagsausgabe der Hünfelder und Fuldaer Zeitung und im E-Paper.

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