Auf den Hügeln bei Buchenau thronen Windanlagen. Eine Erweiterung will die Mehrzahl der Gemeindevertreter nicht hinnehmen.
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Auf den Hügeln bei Buchenau thronen Windanlagen. Eine Erweiterung will die Mehrzahl der Gemeindevertreter nicht hinnehmen.

Harte Worte in Gemeindevertretung

„Die Profitgier der Waldbesitzer“: Resolution gegen Windkraftanlagen in Eiterfeld

  • Harry Wagner
    vonHarry Wagner
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Windenergie war ein bestimmendes Thema in der jüngsten Sitzung der Eiterfelder Gemeindevertretung, deren Mitglieder sich an diesem Abend ausgesprochen diskussionsfreudig zeigten. 

Eiterfeld - Intensiv beschäftigten sich die Gemeindevertreter mit einer durch die FWG-Fraktion eingebrachten Resolution zum weiteren Ausbau der Windkraft in der Marktgemeinde, wobei die geplante Errichtung acht neuer Anlagen in Buchenau der aktuelle Anlass ist. Das Abstimmungsergebnis war voraussehbar: Die beiden Grünen-Vertreter votierten dagegen, der Rest dafür.

Gemäß der Resolution soll der Gemeindevorstand das Regierungspräsidium Kassel auffordern, Planungen umgehend zu stoppen und weitere Windenergieanlagen auf Eiterfelder Gemarkung nicht mehr zu genehmigen. „Unsere Bürger sind nicht mehr bereit, weitere Anlagen zu ertragen“, betonte Yvonne Hohmann von der FWG. Und Klaus-Dieter Rucht von der CDU prangerte die „reine Profitgier der privaten Waldbesitzer“ an. (Lesen Sie hier: Mehr Geld für Arbeiten am Kegelspielradweg: Gemeinde Burghaun verdoppelt Etat-Posten).

Eiterfeld: Resolution gegen Windkraftanlagen - „Die Profitgier der Waldbesitzer“

Bürgermeister Scheich, der auf ein gemeinsames rechtliches Vorgehen mit den Nachbargemeinden Hauneck und Haunetal hinwies, sprach davon, dass beispielsweise das Thema Naturschutz in diesem Verfahren ganz anders gehandhabt werde. „Die Mopsfledermaus, die in Giesenhain vorkommt, war mal ein K.o.-Kriterium für Windanlagen.“ Aber das werde durch Ausweichmaßnahmen umgangen.

Thomas Budde von den Grünen sprach von einer „unglücklichen Konstellation“ und regte an, sich stattdessen vermehrt darum zu kümmern, dass auch die Kommunen ihre Erträge aus den Anlagen – Stichwort „Bürgerwindrad“ – ziehen. Ansonsten aber: „Wir kommen nicht drumherum, und ich sehe Windräder gerne.“

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