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Antrag der CDU in Eiterfeld sorgt für Verwirrung - müssen Arzeller Schüler bald zu Fuß gehen?

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Müssen die Schüler aus Eiterfeld-Arzell in Zukunft den Schulweg zu Fuß bestreiten? Diese Frage sorgte bei den Gemeindevertretern für gehörige Verwirrung (Symbolfoto).
Müssen die Schüler aus Eiterfeld-Arzell in Zukunft den Schulweg zu Fuß bestreiten? Diese Frage sorgte bei den Gemeindevertretern für gehörige Verwirrung (Symbolfoto). © dpa

Ein Antrag der CDU-Fraktion sorgte auf der jüngsten Sitzung der Eiterfelder Gemeindevertreter für reichlich Unverständnis – vor allem bei der FWG. Dabei geht es um eine vermeintliche Neuregelung der Schülerbeförderung für den Ortsteil Arzell.

Eiterfeld - Auslöser der Verwirrung und des großen Unmuts der FWG war ein Antrag der Eiterfelder CDU zur Straßensanierung der Strecke zwischen dem Kreuzungsbereich Schoderstraße/Pappelallee in Arzell zur Landesstraße in Richtung der Marktgemeinde Eiterfeld (Landkreis Fulda).

Dabei komme auch eine Neuregelung der Schülerbeförderung zum Tragen, heißt es in dem Antrag. Demnach müssten Schulkinder aus dem Ortsteil Arzell – vor allem die aus dem Neubaugebiet „An der Wölf“ – den Schulweg nach Eiterfeld im Hünfelder Land künftig zu Fuß gehen.

Verwirrung nach CDU-Antrag - müssen Schüler aus Eiterfeld-Arzell zu Fuß gehen?

Für Verwunderung sorgte der CDU-Antrag laut einer Pressemitteilung der FWG-Fraktion vor allem deshalb, weil weder die Schulleitung noch Eltern oder Elternbeiräte von dieser vermeintlichen Neuregelung Bescheid wüssten. Die Christdemokraten bekräftigten derweil in der jüngsten Eiterfelder Gemeindevertretersitzung, dass diese Informationen direkt aus dem Landratsamt stammen.

Der für die Schülerbeförderung zuständige Fachdienst des Landkreises Fulda erklärt gegenüber unserer Zeitung, dass grundsätzlich Paragraph 161 des Hessischen Schulgesetzes definiert, wann eine Beförderung notwendig ist. Er besagt außerdem, dass die Beförderungskosten – zum Beispiel für Bustickets – für Grundschulkinder, die mehr als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen, vom zuständigen Träger übernommen werden.

Bei Schülern der weiterführenden Schulen, also ab Klasse fünf, greift diese Regelungen ab einem Schulweg von drei Kilometern. Doch auch hier bestimmen Ausnahmen die Regel. Der Landkreis als Träger der Schülerbeförderung übernimmt in bestimmten Fällen die Kosten auch bei Unterschreitung dieser Kilometergrenze.

Gründe dafür seien unter anderem unsichere oder unübersichtliche Wege. Auch Strecken entlang einer befahrenen Straße müssten geprüft werden. Zuvor hatte auch die FWG bei zuständiger Stelle nachgehakt, wie sie in ihrer Mitteilung schreibt – mit dem Ergebnis, dass „der Antragswortlaut sowie die mündliche Aussage der CDU-Fraktion in der Gemeindevertretersitzung nicht den Tatsachen entspreche.“

Die FWG fordert nun, „jegliche Diskussionen diesbezüglich im Keim zu ersticken.“Andernfalls würden sie sich Seite an Seite geschlossen mit den Eltern und Elternbeiräten für eine sichere Beförderungslösung einsetzen.“ Schulkindern sei diese Strecke als Fußweg keinesfalls zuzumuten, betonte die stellvertretende FWG-Fraktionsvorsitzende Yvonne Hohmann.

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