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Erste Flüchtlinge in Mackenzeller Schloss angekommen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Mackenzell - Decken und Kissen stapeln sich in großen Kisten, daneben stehen weitere Kisten mit Töpfen, Pfannen, Tellern und vielen weiteren Gegenständen des alltäglichen Lebens. Denn auch, wenn ihnen die Umgebung noch fremd ist, sollen die Flüchtlinge in ihrer neuen Unterkunft ein möglichst normales und eigenständiges Leben führen können. Am Dienstag sind die ersten Asylbewerber im alten Wasserschloss in Mackenzell angekommen.

Von unserem Redaktionsmitglied Linda Hopius

Erst am vergangenen Mittwoch hatte es einen Tag der offenen Tür für interessierte Bürger gegeben, bei dem man sich das umgebaute Schloss anschauen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, wann wie viele Personen kommen sollten. Dann am Montag die Nachricht: Insgesamt 49 Flüchtlinge, darunter überwiegend syrische Familien, sollten im Laufe des Dienstagvormittags eintreffen. Das Organisationsteam bereitete ihre Ankunft vor: Aus einem ehemaligen Speiseraum wurde eine kleine Anmeldestation, an der sich die Ankommenden registrieren und einen Grundstock an Haushaltsgegenständen bekommen sollten. Organisiert und betrieben wird die Flüchtlingsunterkunft von den Guttemplern, die auch bereits Betreiber der bisherigen Klinik waren. Lediglich die Immobilie an sich ist an das Land Hessen vermietet. Gemeinsamer Rundgang durch Mackenzell

Das Team um Projektleiterin Martina Baumann-Hillenbrand und Sozialbetreuer Andreas Steinmann leistet ganze Arbeit – nach und nach werden alle Ankommenden versorgt und können ihre Zimmer beziehen. Währenddessen treffen auch schon einige Freiwillige aus dem Ort ein – sie wollen später die Neubürger auf einem Rundgang durch Mackenzell begleiten. Außerdem ist man ja schon ein bisschen neugierig, wer da so ankommt“, berichtet eine Ehrenamtliche, bevor sie sich kurzerhand einem gerade ankommenden Paar anschließt, um ihnen bei der Anmeldung zu helfen. Auch die anderen Ehrenamtlichen begrüßen die Neuankömmlinge herzlich – Sprachbarrieren oder kulturelle Unterschiede werden erst einmal nebensächlich. Helfer sind willkommen

Gerade Berührungsängste sollen auch bei den ab Donnerstag wöchentlich stattfindenden offenen Treffs überwunden werden. „Hier haben Bürger, aber auch zum Beispiel Verantwortliche von Sportvereinen oder Musikgruppen die Möglichkeit, die neuen Mitbürger kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen“, so Ortsvorsteherin Annette Trapp. Außerdem soll dort eine Pinnwand hängen, über die Termine und Veranstaltungen mitgeteilt werden können. Der offene Treff soll auch eine Möglichkeit für Freiwillige bieten, Kontakte zu den bereits bestehenden Helfergruppen zu knüpfen. „Jeder ist willkommen zu helfen“, so Trapp.

Der erste offene Treff für interessierte Bürger wird am Donnerstag, 7. Januar, um 15.30 Uhr im Jägerzimmer im Schloss Mackenzell veranstaltet. Bei Kaffee und Kuchen haben Flüchtlinge, Bürger und Helfergruppen die Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu kommen. Der offene Treff soll dann jede Woche im Wechsel Donnerstags und Freitags jeweils um 15.30 Uhr im Jägerzimmer stattfinden.

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