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Essensreste und tote Kleintiere: Verstopfte Gullys ärgern die Stadt

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Von: Redaktion Fuldaer Zeitung

hünfeld - In den Gullys im Hünfelder Stadtgebiet werden immer öfter Essensreste, Wandfarben, Straßenkehricht oder ranziges Fritten-Fett gefunden – einmal waren es sogar Kleintierkadaver. Die Stadt Hünfeld wendet sich deshalb an die Bürger und warnt vor verstopften Straßeneinläufen.

Bei den regelmäßigen Reinigungen der mehr als 2400 Straßeneinläufe im Stadtgebiet werden häufig Essensreste oder Straßenkehricht gefunden. „Eigentlich sollen die Körbe in den Straßengullys nur dafür sorgen, dass der übliche Straßenschmutz bei Starkregen nicht in die Kanäle gelangt. Werden diese Gullys aber so zur widerrechtlichen Abfallentsorgung missbraucht, wundert es nicht, wenn sie schnell verstopft sind“, schreibt die Stadt Hünfeld nun in einer Mitteilung an die Presse. Beim nächsten Starkregen könnten die Gullys dann „dicht“ sind und das Wasser nicht mehr in die Kanäle ableiten. Die Folge: Überschwemmungen auf Grundstücken. Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk (CDU) appelliert an die Grundstückseigentümer, das Problem im Auge zu behalten. Normalerweise werden die Gullys zweimal im Jahr gereinigt, bei Kanaleinläufen, bei denen erfahrungsgemäß öfter Schmutz vorgefunden wird, auch häufiger. Der Kleinunternehmer, der diese Arbeiten ausführt, hat nun Alarm geschlagen.

Zwar sei noch kein Schadenfall bekannt, bei dem Überschwemmungen auf verstopfte Gullys zurückzuführen ist, sagt Pressesprecher Helmut Käsmann. Dass dem dennoch so sei, liege auf der Hand. Essensreste oder Straßenkehricht gehörten nicht in die Gullys. Deshalb startet die Stadt nun einen Aufruf zur „bürgerschaftlichen Selbsthilfe“: Man habe „keine Bedenken, wenn Anlieger auch mal Gulli-Eimer selbst ausleeren“. Ein freier, aufnahmefähiger Straßeneinlauf liege schließlich im eigenen Interesse der Bürger. / sam

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