Fotos: Johannes Götze

Freude hält sich in Grenzen: Nicht alle Branchen können nach Öffnung mit Umsatzschub rechnen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Altkreis - Unternehmer dürfen ab Montag ihre Läden unter gewissen Voraussetzungen wieder öffnen. Doch ob dies tatsächlich den erhofften wirtschaftlichen Schub mit sich bringt, wird an mancher Stelle bezweifelt.

Die Trinkgeldkasse quillt über. Das sagt einiges aus.“ Daher ist Kurzer zwiegespalten, was eine schnelle Öffnung betrifft, „auch weil ich auf gar keinen Fall Schnellschüsse erleben möchte, die in wenigen Wochen zum Bumerang werden. Denn wenn alles noch mal von vorne beginnen würde, würde es ganz düster aussehen“, sagt er mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen.

Sport Becker krisengebeutelt

Sport Becker in Hünfeld ist ebenfalls krisengebeutelt, die Umsätze seien trotz Onlineverkaufs wie bei Kurzer stark, aber nicht existenzbedrohend eingebrochen. „Ich habe die Zeit genutzt, die Digitalisierung noch mehr voranzutreiben“, sagt Inhaber Wolfram Becker. Dass es nun losgehen dürfe, habe bei ihm Freude ausgelöst. „Aber als Sportgeschäft sind wir auch abhängig, dass Sport in Vereinen ausgeübt werden darf. Wer will jetzt schon neue Fußballschuhe kaufen“, fragt Becker und setzt vorerst auf das Segment „Laufen“, in dem er Aktionen starten möchte.

In seinem Laden will er Massenaufläufe vermeiden und sagt, „dass ich, falls zu viel Betrieb sein sollte, kurz den Laden schließen werde“. Besonders freue er sich nun auf die Rückkehr seiner Mitarbeiter und den Kundenkontakt. „Als kommunikativer Typ ist es schwer, den ganzen Tag allein im Büro zu sitzen“, berichtet Becker, der zwecks Sicherheitsvorkehrungen auf genaue Anweisungen des Landes wartet. Mit Desinfektionsmittel habe er sich bereits eingedeckt.

Das könnte Sie auch interessieren