Bischof Michael Gerber (von links) mit Pfarrer Franz Hilfenhaus und den Ministrantinnen und Ministranten auf dem Weg zum Pontifikalamt in der nun 300 Jahre alten Mariae-Himmelfahrt-Kirche.
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Bischof Michael Gerber (von links) mit Pfarrer Franz Hilfenhaus und den Ministrantinnen und Ministranten auf dem Weg zum Pontifikalamt in der nun 300 Jahre alten Mariae-Himmelfahrt-Kirche.

300 Jahre

Festliches Pontifikalamt: Bischof Gerber zum Kirchweih-Jubiläum in Burghaun

Corona hin, Corona her: Mit einem festlichen Pontifikalamt haben die Burghauner am Sonntag das 300-jährige Weihejubiläum ihrer katholischen Kirche Mariae Himmel gefeiert. Die Festpredigt hielt Bischof Dr. Michael Gerber.

Burghaun - In der Kirche hießen Alina Heil und Samuel Hildebrand, die als Ministranten den Gottesdienst mitgestalteten, den Gast aus Fulda willkommen. Der Gottesdienst wurde aufgezeichnet und auf dem Youtube-Kanal der Kirche gezeigt.

Das Jubiläum könne und dürfe nicht nur das Bauwerk würdigen, sondern der Raum sei ein Ort, mit dem man viele das Leben prägende Erfahrungen verknüpfe, sagte Gerber. In seiner Predigt ging der Bischof aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Geschichte von der Stillung des Sturms ein, in der Jesus von seinen angsterfüllten Jüngern im Boot zur Hilfe gerufen wird. „Sturm“, so Gerber, erlebe man in vielen Bereichen: In der Weltpolitik, in Folge der Corona-Pandemie, bei den drängenden Fragen zur Rettung des Klimas, aber eben auch in der Kirche.

Pontifikalamt: Bischof Gerber zum Kirchweih-Jubiläum in Burghaun

Das Kirchen-Boot bewege sich im Sturm. Das gelte für das Burghauner Gotteshaus mit seiner bewegten Geschichte. Mit Blick auf das Neben- oder Miteinander der Konfessionen betonte Gerber, das sich viele sicherlich noch an spannungsreiche Zeiten erinnern könnten. „Heute hat sich daraus eine tragfähige Partnerschaft entwickelt, die beide Gemeinden bereichert“, sagte der Bischof, der den evangelischen Pfarrer Johannes Zechmeister willkommen hieß. (Lesen Sie hier: Bischof Gerber im Interview mit der FZ)

Der Bischof bot der Gemeinde einen kleinen Segel-Kurs: Vom Bild eine Boots mit zwei Segeln ausgehend, verglich er da Nebeneinander der Burghauner Gotteshäuser mit der Anordnung der Segel auf einem Boot. Diese ermögliche es, das Schiff, also die Kirche, auch in Zeiten rauen Gegenwinds nach vorn zu bringen. Er sehe da ein Zeichen für Ökumene: „Wir haben das Boot Christi, aber mit unterschiedlichen Segeln.“ Die Kraft der zwei Segel helfe, dass das Boot seinen Kurs finde. Dabei sei es gut, immer wieder die Erfahrung zu machen, dass Jesus mit im Boot sei.

Feier zum Kirchweih-Jubiläum: Bischof pflanzt Säuleneiche

Nach der Eucharistiefeier pflanzten der Bischof und Vertreter der Pfarrgemeinde zum Kirchweih-Jubiläum eine Säuleneiche.

Zudem segnete Gerber die Kerzen der anwesenden Erstkommunionkinder. Er unterstrich, es sei eine große Leistungen, unter den Bedingungen der Pandemie Kinder auf die Erstkommunion vorzubereiten. Gerber wörtlich: „Viel Kreativität wurde in den vergangenen Monaten aufgewendet. Ich habe einen großen Respekt vor den Katechetinnen, die sich dabei sehr viel Mühe gegeben haben“. (zi)

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