Michael Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda, hofft, dass die Ondal-Mitarbeiter neue Stellen finden.
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Michael Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda, hofft, dass die Ondal-Mitarbeiter neue Stellen finden.

Einbußen wegen Corona

IHK Fulda bedauert Stellenabbau bei Ondal: Situation kann für einzelne Branchen „sehr kritisch“ sein

Der Medizintechnik-Hersteller Ondal kündigt in Hünfeld 30 Mitarbeitern. Als Grund für die Entlassungen nennt das Unternehmen Folgen der Corona-Krise. Wie es um andere Branchen in der Region steht, erklärt Michael Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda.

  • Ondal entlässt in Hünfeld 30 Mitarbeiter. Das Unternehmen leidet unter der Corona-Krise.
  • Die IHK Fulda hofft, dass die gekündigten Ondal-Mitarbeiter neue Arbeitsplätze finden.
  • Michael Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda, erklärt, wie er die Situation in der Region bewertet.
Viele Unternehmen verspüren durch die Corona-Krise deutliche Einbußen. Wie bewerten Sie die Situation in der Region?
Zunächst einmal bedauern wir als IHK jeden Abbau von Arbeitsplätzen in der Region außerordentlich, und wir hoffen, dass alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Ondal eine neue Beschäftigung finden. Die Situation in der Region ist derzeit volatil: Es sieht insgesamt danach aus, als würde es wieder aufwärts gehen. Das heißt aber nicht, dass es für einzelne Branchen nicht sehr kritisch sein kann.
Welche Branchen sind besonders betroffen?
Das sind jene, für die es auch vor der Krise schon schwierig war, wie etwa die Automobilzulieferer. Auch die Branchen, die auf die Zentralität Fuldas setzen, sind betroffen: Dazu gehören Hotels mit ihren „Konferenztouristen“. Der Gastronomie-, der Kultur- und der Reisebranche fehlt es ebenfalls an ihrer Geschäftsgrundlage. Ebenso spürt der Einzelhandel eine starke Konkurrenz durch den Onlinehandel.
Eine große Zahl der Firmen hat Kurzarbeit angemeldet. Was hat dieses Instrument bewirkt?
Hätte es die Möglichkeit zur Kurzarbeit und andere Coronahilfen nicht gegeben, wäre die Situation viel schwieriger. Dann hätten wir einen noch deutlicheren Anstieg der Arbeitslosigkeit gehabt. Momentan ist die Quote zwar stark auf 3,8 Prozent gestiegen, aber wir sind immer noch die Region in Hessen mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Daher sollten wir die Situation momentan nicht dramatisieren: Im Großen und Ganzen haben die Instrumente gut gewirkt.

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