Symbolisch für die vielen Kirchen, für die er nun zuständig ist, überreichte Dechant Markus Blümel (links) einen Spezial-Schlüssel an Pfarrer Michael Müller.
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Symbolisch für die vielen Kirchen, für die er nun zuständig ist, überreichte Dechant Markus Blümel (links) einen Spezial-Schlüssel an Pfarrer Michael Müller. Der Schlüssel besitzt eine Sonderfunktion – als Korkenzieher.

In Vespergottesdienst

Verantwortung für 16 Kirchen und 5 Kindergärten: Stadtpfarrer Müller in Amt eingeführt

In einer Vesper auf dem Kirchplatz ist Pfarrer Dr. Michael Müller am Sonntagnachmittag feierlich in sein Amt eingeführt worden. 

Hünfeld - Während einer feierlichen Vesper auf dem Kirchplatz der Stadtpfarrkirche St. Jakobus Hünfeld wurde Pfarrer Dr. Michael Müller offiziell als Stadtpfarrer eingeführt. Pfarrer Markus Blümel, Eiterfeld, überreichte ihm als Dechant des Dekanats Hünfeld-Geisa das bischöfliche Ernennungsschreiben.

Der Diözesanbischof Dr. Michael Gerber aus Fulda überträgt damit Pfarrer Dr. Michael Müller die Verantwortung für die Stadtpfarrei St. Jakobus. Gleichzeitig ist er Administrator der Pfarrkuratie St. Ulrich Hünfeld, St. Antonius der Einsiedler Großenbach, St. Peter und Paul Hofaschenbach, St. Johannes der Täufer Mackenzell, St. Mauritius Haselstein und St. Georg Kirchhasel.

Fulda: Stadtpfarrer Dr. Michael Müller in Amt eingeführt

Obwohl schon seit dem 1. November 2020 in den Pfarreien tätig, sei durch die Corona-Pandemie erst jetzt die offizielle Einführung möglich gewesen, sagte Dechant Markus Blümel. Er glaube aber, dass Michael Müller sich schon beheimatet habe. Die übertragenen vielfältigen Aufgaben wie Sakramentenspendung, Verkünder der Liebe Christi in Wort und Tat, geistlicher Begleiter, Mitbeter und Helfer seien eine große Herausforderung.

Strukturen der Kirche würden infrage gestellt und veränderten sich. Suchende würden nach dem lebenspendenden Glauben fragen. Auf die Frage, ob Michael Müller bereit sei, das Amt des Pfarrers anzunehmen, antwortete dieser „Ja mit Gottes Hilfe bin ich dazu bereit“ und sprach das Glaubensbekenntnis. In seiner Ansprache betonte der Stadtpfarrer, dass sich das Klima ändere, nicht nur in der Natur und bei den Menschen, sondern auch in der Kirche. Doch da, wo etwas sterbe, gebe es doch wieder Wachstum, auch wenn man es nicht gleich sehe. Er machte Mut, hinter den eigenen Kirchturm zu blicken – dort leuchtet derzeit ein Blühwiese –, um dadurch zu entdecken, wie unterschiedlich Gottes Wort wachse. Priester würden unwichtiger und die Verantwortung der Gläubigen für christliches Leben in ihren Gemeinden nehme zu. Sie müssten Sorge dafür tragen, dass Glaube fruchtbar werde.

Stadtpfarrer Müller hat nun Verantwortung für 16 Kirchen und 5 Kindergärten

Da der neue Pfarrer sich ein Fest der Begegnung gewünscht hatte, trat nur die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Rita Fennel ans Rednerpult. Sie dankte für die eindrucksvolle Vesper und Dechant Markus Blümel für die Amtseinführung. Ihr Gruß galt der Vertretung des Bürgermeisters, Stadträtin Martina Sauerbier, und Steffen Diegmüller, dem stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher sowie der Nüsttaler Bürgermeisterin Marion Frohnapfel. Auch den Vorgänger-Pfarrer Peter Borta, Pater Provinzial Felix Rehbock, Superior Pater Karl-Heinz Vogt (beide OMI), Schulpfarrer Sebastian Bieber, dem evangelischen Pfarrer Jürgen Gossler mit Ehefrau, Diakon Michael Huf, die Eltern Christa und Harald Müller, Müllers Bruder mit Familie sowie die jetzigen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hieß sie willkommen.

Dem Pfarrer, der jetzt Verantwortung für 16 Kirchen und 5 Kindergärten habe, wünschte sie eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den ehrenamtlich Tätigen in den verschiedenen Gremien des Pastoralverbundes, den weiteren Priestern, Diakonen, Gemeindereferentinnen sowie ein gedeihliches Miteinander mit allen Mitarbeitenden und genügend Zeit für die Belange der Gemeindemitglieder. Sie überreichte ein Willkommensgeschenk. Als Überraschung erhielt er von Gerda Matern eine rote Stola und Gemeindereferentin Ayleen Nüchter sang: „Sei gesegnet“.

Musikalisch gestaltete Regionalkantor Christopher Löbens und als Kantorin seine Tochter Anna die Vesper mit. Beim anschließenden Fest der Begegnung war Gelegenheit mit Pfarrer Dr. Michael Müller ins Gespräch zu kommen und sich das Willkommensgottesdienst-Video vom November anzuschauen. (wim)

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