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Gefährliches Versteck an A 7 gewählt – Tierschützer retten Katzenfamilie

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Eine Katze hat Anfang der Woche auf einem Parkplatz bei Hünfeld für Aufregung gesorgt. Ein Zeuge rief beim Tierschutz Fulda an und bat die Mitarbeiter, eine entlaufene Katze einzufangen, ehe sie auf der A 7 überfahren wird.

Aufregung bei den Mitarbeitern des Tierschutzes Fulda: Ein Zeuge rief dort am Montag an und bat um Hilfe: Eine Katze befinde sich auf dem Parkplatz Fuchsberg bei Hünfeld an der A 7 Richtung Süden. Es bestehe die Gefahr, dass sie auf die Autobahn läuft. Der Anrufer hatte zuvor versucht, das Tier einzufangen – vergeblich.

Zwei Mitarbeiter des Tierschutzes Fulda fuhren zum Parkplatz, um zu helfen. Doch das Kätzchen ließ sich nicht so leicht einfangen und versteckte sich im angrenzenden Gebüsch. Nach Einbruch der Dunkelheit und geduldigem Warten im Auto dann die Überraschung: Die Katze schleppte ein etwa drei Wochen altes Baby aus ihrem Versteck.

Katzenmutter ließ sich nicht so leicht einfangen

Die Tierschützer sammelten das Kleine ein, wobei die Reaktion der Mutter dabei eindeutig war. Es müssen sich noch weitere Babys irgendwo in dem dichten Gebüsch direkt neben der gefährlichen Fahrbahn befinden. Inzwischen waren noch weitere Helfer vom Tierschutz Fulda eingetroffen, um mit Hilfe einer Lebendfalle das Tier vor dem Tod zu retten. Die Dunkelheit erschwerte die Einfangaktion der Tierschützer, sodass sie den Einsatz zunächst abbrechen mussten.

Am nächsten Morgen machten sich drei Tierschützer erneut auf den Weg zum Parkplatz. Doch es schien so, als hätte sich die Mama einen neuen Platz gesucht. Sie war zunächst stundenlang spurlos verschwunden, die Falle und das darin liegende Futter blieben unberührt.

Beharrliche Suche hat sich gelohnt

Die beiden Tierschützer begannen, das stachelige Gestrüpp zu durchsuchen. Schließlich hatten sie Erfolg: Zwei weitere Babys lagen zusammengerollt mit ihrer Mutter auf dem kalten, nassen Boden. Die Tiere wurden sofort in eine warme Decke gewickelt, doch die Katzenmutter ließ sich nicht so leicht fangen. Nach einer weiteren Stunde voller Katzenjammer lief sie schließlich doch in die Falle, hinter der ihre Babys saßen und nach ihr riefen. Damit war die Katzenfamilie in Sicherheit vereint: Die Tierschützer fuhren die Katzen zur Untersuchung in eine Kleintierpraxis, später ins Tierheim Fulda-Hünfeld.

Anita Burck vom Tierschutz Fulda vermutet, dass die Tiere ausgesetzt wurden. „Ihr guter gesundheitlicher Zustand und ihre zutrauliche Art sprechen dafür, dass sie schon Kontakt mit Menschen hatten. Die Kätzchen haben kein Ungezieferbefall und wurden vermutlich nicht am Fundort geboren“, sagte Burck. Einige Wochen nach dem Aufenthalt im Tierheim sollen die Katzen nun neue Besitzer finden. / pm, pst

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