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Geld für Kita und Rathaus – hier investiert Hünfeld 2020

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Hünfeld - Klar, die Arbeiten am historischen Rathaus sind in diesem Jahr die größte Investition, die Hünfeld stemmen muss. Aber auch andere Maßnahmen gehen ins Geld, allen voran die Ausweitung der Kinderbetreuungsplätze. Und auch die Feuerwehr, der Hochwasserschutz und die Straßen sollen nicht vernachlässigt werden.

Von unserem Redaktionsmitglied Sabrina Mehler

Sechseinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass halb Dammersbach unter Wasser stand. Damals hatte ein wolkenbruchartiger Regen den Bach gleichen Namens derart anschwellen lassen, dass Straßen unterspült wurden und mehrere Keller vollliefen. Die Angst vor einer Wiederholung der Verwüstungen in dem Ort – zumal es dank des Klimawandels künftig wohl vermehrt zu solchen Ereignissen kommen könnte – ist immer noch da.

Einige Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser wurden bereits umgesetzt, doch viel soll noch getan werden: Im laufenden Haushaltsplan sind weitere 150.000 Euro für Regenrückhaltebecken eingeplant. Vorbeugende Schutzmaßnahmen sollen außerdem in Roßbach und in Großenbach erfolgen – in zwei Orten, die zuletzt vor zwei Jahren überschwemmt worden waren. Auch hier soll das Außengebietswasser kontrolliert abgeführt werden, damit es möglichst gar nicht erst in den Ort hinein läuft.

Instandsetzung der Nüster Straße in Mackenzell

Im Etat veranschlagt sind auch zahlreiche Maßnahmen, um die Straßen im Hünfelder Stadtgebiet instand zu setzen beziehungsweise zu halten. Schon seit Längerem ist etwa die Nüster Straße in Mackenzell gesperrt: Hier wurden und werden die Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert und die Bürgersteige neu gemacht. Für den Ausbau der Straße selbst ist dann Hessen Mobil zuständig.

Und wenn diese Maßnahme abgeschlossen ist, geht es gleich in der benachbarten Straße „Im Waitzfeld“ weiter – 530.000 Euro sind dafür eingeplant. Mit rund 430.000 Euro wird die Erneuerung der Straße Im Stauster im Hünfelder Industriegebiet zu Buche schlagen.

Kindergarten kostet vier Millionen Euro

Ein Kraftakt stellt für die Stadt Hünfeld die Kinderbetreuung da: Weil wegen des großen Bedarfes die Plätze knapp werden, wird an der Berliner Straße ein neuer Kindergarten gebaut – erst kürzlich haben Vertreter der Stadt den ersten Spatenstich gesetzt. Die Tagesstätte soll künftig drei Gruppen für Kinder über drei Jahre und eine Gruppe für Kinder unter drei Jahre aufnehmen und im ersten Quartal 2021 in Betrieb gehen. Die Haushaltsmittel für 2020 betragen circa 950.000 Euro, insgesamt wird der Kindergarten wohl vier Millionen Euro kosten.

Weil der Bau von gleich zwei Kindergärten selbst für eine finanzstarke Kommune wie Hünfeld wohl zu viel wäre, wird eine Maßnahme zurückgestellt, die ebenfalls im aktuellen Haushaltsplan auftaucht und die die Stadtverordneten abgesegnet haben: der Ersatzneubau für den Kindergarten St. Jakobus. Weil sich die Sanierung des alten Kindergartens an der Molzbacher Straße aus Sicht der Stadt nicht mehr lohnt, soll etwa 300 Meter weiter entfernt, oberhalb des Friedhofs, eine neue Kita errichtet werden. 2,85 Millionen Euro waren für 2020 eingestellt, insgesamt wird mit Kosten von 5,5 Millionen Euro gerechnet.

Neuanschaffungen für die Feuerwehr

Und auch die Feuerwehr wird wieder unterstützt: In diesem Jahr stehen unter anderem die Anschaffung eines Gefahrgut-Gerätewagens für die Stützpunktfeuerwehr in Hünfeld an. Das Fahrzeug dient zum Beispiel zur Bereitstellung von Geräten zum Messen, Auffangen, Umfüllen und Abdichten von Gefahrstoffen. 267.000 Euro sind dafür vorgesehen. Rund 240.500 Euro wird ein Staffellöschfahrzeug, ebenfalls für die Stützpunktfeuerwehr, kosten.

Und dann ist da noch der größte Brocken im Haushalt: das Rathaus. Der Umbau des Gebäudes wird bis zum erhofften Abschluss im November elf Millionen Euro verschlungen haben.

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