Hans Bock (links) und Wolfhard Hartmann mit dem Gipfelbuch. / Foto: Nadine Maaz

Geschichten aus dem Gipfelbuch vom Soisbergturm

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Soisberg - Nicht nur in den Alpen können sich Wanderer und Kletterer in sogenannten Gipfelbüchern verewigen. Auch am Soisbergturm liegt ein solches Gästebuch schon seit vielen Jahren aus.

„Anstrengender Aufstieg, tolle Aussicht“ oder „Außer Atem, aber es lohnt sich“, steht darin zum Beispiel geschrieben. Viele Schreiber sind sichtlich beeindruckt vom Rundumblick, der sich von dem knapp 25 Meter hohen, mit unbehandeltem Lärchenholz verkleideten Turm über die Kreise Fulda und Hersfeld-Rotenburg, aber je nach Wetterlage auch bis nach Thüringen, über das Hessische Kegelspiel oder in die Rhön bietet.

Die Gipfelbücher geben Aufschluss über die Besucher, erzählen mitunter sogar kleine Geschichten. Einzelpersonen haben sich ebenso verewigt wie kleine und große Gruppen, viele Gedichte und Zeichnungen – von Kinderhand und Erwachsenen – zieren die Seiten, an denen zum Teil schon der Zahn der Zeit genagt hat. Sogar eine Liebeserklärung zweier Spaziergänger ist unter all den Einträgen zu finden. Verfasser stammen aus ganz Deutschland

„Es ist wirklich interessant zu sehen, wo die Besucher herkommen und was sie so schreiben“, sagt Wolfhard Hartmann von der Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg. Die Schreiber stammen nicht nur aus der nahen Umgebung, sondern aus ganz Deutschland, berichtet Hans Bock. Sogar aus den USA hätten sich schon Besucher verewigt. Wie viele Bücher seit der Eröffnung im Jahr 2004 schon vollgeschrieben wurden, sei schwer zu sagen. Denn einige wenige wurden leider gestohlen. Wetterfest aufbewahrt wird das jeweils aktuelle Gipfelbuch zusammen mit einigen Stiften in einer Art Briefkasten unten, seitlich am Turm.

Nur einem Jugendlichen scheint der Ausflug so gar keinen Spaß gemacht zu haben: „Blöde Scheißidee ...“ hat er geschrieben. Dabei sagt Hans Bock: „Der Soisberg hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz.“

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