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Handyempfang in Haselstein: Bundesnetzagentur macht Hoffnung

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Nüsttal - Sie leben noch im Tal der Ahnungslosen: In Haselstein gibt es keinen Handyempfang und auch das schnelle Internet lässt auf sich warten. Die Bundesnetzagentur hat nun die Möglichkeiten aufgezeigt, die es noch gibt, damit die Handys in Haselstein irgendwann klingeln.

Von unserem Redaktionsmitglied Lisa Laibach

Das schnelle Internet wird kommen – das steht fest. Voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres, wie die RhönEnergie auf Nachfrage mitteilte. Aber auch was den Handyempfang anbelangt, müssen die Haselsteiner noch nicht resignieren.

Auf den halbernsten Vorschlag im kommentierenden Nachschlag am vergangenen Samstag haben die CWE und einige Haselsteiner schnell reagiert: Sie haben eine riesige Spendenbox an der Kreuzung nach Setzelbach aufgestellt. Marcus Jost von der CWE Nüsttal erwarte zwar keine echtenSpenden, wolle aber mit den anderen Beteiligten ein Zeichen setzen. Mobilfunkempfang sei für das 350-Einwohner-Dorf mit seinen zahlreichen Unternehmen unverzichtbar.

Dass Einwohner oder die Gemeinde einen Mast selbst errichten können, verneint die Telekom. Damit ein Funkmast errichtet werden könnte, müsste die Bundesnetzagentur (BNetzA) eine Genehmigung erteilen. Die BNetzA schrieb hingegen auf Nachfrage unserer Zeitung,: „Tatsächlich kann eine Gemeinde ganz grundsätzlich eine Funkanlage errichten und betreiben, allerdings, und das ist wichtig, keine Funkanlage des öffentlichen Mobilfunknetzes.“

Kooperation? Teilfinanzierung?

Der Betrieb einer solchen Funkanlage sei ausschließlich den lizensierten Betreibern vorbehalten, fährt Olaf Peter Eul von der Pressestelle der BNetzA fort. Die Gemeinde könne zudem möglicherweise die Mitfinanzierung einer Mobilfunkbasisstation anbieten oder einen Mast errichten und ihn einem oder mehreren Mobilfunknetzbetreibern überlassen, damit diese Anbieter auf dem Mast ihre Funkinfrastruktur installieren können.

„Wir empfehlen den unterversorgten Gemeinden, dass sie auf die Mobilfunkanbieter zugehen und ihnen nach Möglichkeit geeignete Standorte für Mobilfunkstationen anbieten. Das könnten neben geeigneten Dächern auch Masten sein“, schlägt Eul vor.

Es ist nun an den Bürgern aus Haselstein und der Gemeinde gelegen, aktiv zu werden. Die Haselsteiner könnten sich auf einen Anbieter einigen, auf ihn zugehen und Vorschläge hinsichtlich der Standorte und der Finanzierung machen. Eine Kooperation von Mobilfunkanbietern und Privatpersonen, Unternehmen sowie Gemeinde ist der einzige Schritt in Richtung Handyempfang in Haselstein.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe der Hünfelder Zeitung undim E-Paper.

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